Projekt "Gute Arbeit"
Was bedeutet gute Arbeit?
"Gute Arbeit" bedeutet, laut einer Definition der Gewerkschaften, dass Arbeit die Gesundheit und Lebensqualität fördert, dass jeder seine Fähigkeiten einbringen und weiter entwickeln kann. Gute Arbeit heißt aber auch: die Arbeitsbedingungen müssen so gestaltet sein, dass Familie und Beruf (außerberufliches und Beruf) vereinbar sind und die Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten bis zum Rentenalter erhalten bleibt. Und schließlich erfordert gute Arbeit gutes Entgelt.?
Der Begriff Gute Arbeit leitet sich aus einem Bericht der internationalen Arbeitskonferenz der internationalen Arbeitsorganisation (ILO, Mai 1999) ab, dort sprach man von ?Decent Work?, was so viel heißt wie: Anständige, menschenwürdige Arbeit.
Welche Bereiche werden bei guter Arbeit betrachtet?
Bei der Betrachtung von ?Gute Arbeit? kann man vier Dimensionen erkennen. Diese sind: die Beschäftigung selbst, die soziale Absicherung des Beschäftigten, die ArbeitnehmerInnenrechte und der soziale Dialog in einer Gesellschaft.
Die Schaffung einer ausreichenden Rente durch die eigene Berufstätigkeit, die Absicherung bei Krankheit oder bei einem Unfall sowie die soziale Sicherung bei Arbeitslosigkeit umfassen den Aspekt der sozialen Absicherung.
Die Bewertung von guter Arbeit erfolgt im jeweiligen gesellschaftlichen Kontext, so dass bei ihrer Betrachtung der soziale Dialog für die eigene Wahrnehmung der Sinnhaftigkeit der jeweiligen Tätigkeit und auch der Phasen der Erwerbslosigkeit, wichtig ist.
Die beiden zentralen Dimensionen der Diskussion über ?Gute Arbeit? sind die Beschäftigung selbst und die Rechte der Beschäftigten. Aus einer Umfrage unter Beschäftigten wurden die Teilaspekte der unterschiedlichen Dimensionen ermittelt.
Welche Teilbereiche umfasst die Dimension Beschäftigung?
1. Einkommens- und Beschäftigungssicherheit
| 2. Sinnliche und kreative Aspekte
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3. Soziale Merkmale
| 4. Gesundheitsschutz
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5. Führungsqualitäten der Vorgesetzten
| 6. Entwicklungsmöglichkeiten
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Welche Teilbereiche umfasst die Dimension ArbeitnehmerInnenrechte?
- Mitbestimmung
- Tarifautonomie
- Flächentarifverträge
- Umfassender Kündigungsschutz
- Schutz vor Diskriminierung (u.a. AGG)
Welche politischen Handlungsfelder ergeben sich?
Bei der Forderung nach Guter Arbeit sind unterschiedliche gesellschaftliche Akteure betroffen. Wesentliche Bereiche entziehen sich dem Gesetzgeber zunächst. Die unternehmerische Freiheit hat in unserer Gesellschaft nicht nur einen hohen Stellenwert sondern sie gilt in unserer Marktwirtschaft auch als Garant für unseren Wohlstand. Dennoch gilt aber auch laut unserem Grundgesetz, das Eigentum verpflichtet: ??Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.?
Neben der unternehmerischen Freiheit ist die Tarifautonomie, dass heißt das Recht der Arbeitgeber und Gewerkschaften betriebliche Dinge durch Verträge zu regeln, ebenso durch das Grundgesetz geschützt.
Dennoch kann der Gesetzgeber durch bestimmte Rahmenbedingungen Einfluss auf die Gestaltung von Arbeitsbedingungen nehmen.
Hierzu drei Beispiele:
Thema Geschlechtergleichberechtigung
Diskussionsbeiträge zum Thema Gute Arbeit


