Deutschland ist erneuerbar

Tagebucheintrag 2. April 2004 (ICE Berlin-Dortmund)

Die zweite Feuerprobe ist geschafft. Vier heftige Sitzungswochen habe ich hinter mir. Ein Jahr Diskussionen, Auseinandersetzungen, Gespräche um die Novellierung des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG). Heute ist es endlich beschlossen worden. Die letzten Wochen hatten es noch einmal in sich. Letztendlich ist unser mühsam erarbeiteter Kompromiss in der Fraktion glatt durchgegangen und im Parlament beschlossen worden. Es ist das erste große Gesetz, an dem ich als Berichterstatter unmittelbar beteiligt war. Es ist ein gutes Gefühl, jetzt einen erfolgreichen Abschluss gefunden zu haben. Die Förderung der Erneuerbaren Energien wird fortgesetzt. Dagegen empfinde ich den Kompromiss beim Emissionshandel nicht als der Weisheit letzter Schluss. Es bleibt aber der Trost, dass das wirksame Instrument gegen den Klimawandel - das EEG - weiter effektiv eingesetzt wird.
Jetzt winkt erstmal das Wochenende. Ich muss noch die liegen gebliebene Arbeit und Termine im Wahlkreis aufarbeiten. Und dann ist sogar eine Woche Urlaub angesagt. Ich habe einmal aufgeschrieben, wie viele Stunden ich im März gearbeitet habe. Es waren fast 300 Stunden. Glücklicherweise war dies schon ein Ausnahmezustand. Allerdings werden Sitzungswochen unter 70 Stunden auch in Zukunft wohl eher eine Seltenheit bleiben.