Jugendwahn und Altersstarrsinn

Tagebucheintrag 18. November 2004 (ICE München-Dortmund)


Unter diesem Titel veranstaltete die Süddeutsche Zeitung am 18. November 2004 eine Gesprächsrunde in München. So schreibe ich meinen Tagebucheintrag diesmal nicht im ICE von Berlin nach Dortmund, sondern von München nach Dortmund. Etwa 120 Gäste waren gekommen, um unter anderen das Sportreporter-Urgestein Harry Valerien und den Moderator Max Schautzer live zu erleben. Ich bin als Vertreter der jungen Generation eingeladen worden. Nach anfänglicher Skepsis wurde es eine sehr flotte Diskussion, ohne in das Klischee des Generationenkampfes hinein zu gleiten. Vor allem Max Schautzer hat mich sehr positiv überrascht. Er ist live sehr lebendig und offen. Man merkte ihm an, dass er sich intensiv mit der Diskriminierung von Älteren auseinandergesetzt hat, ohne dabei aber aus dem Blickfeld zu verlieren, welche Probleme und Konflikte auf die Jüngeren hereinbrechen werden. Mein durch die Medien aufgebautes Bild von Max Schautzer war, zugegeben, nicht nur positiv. Dabei habe ich den Anspruch an mich selbst, dass ich nicht jedes Klischee und in der Öffentlichkeit aufgebaute Image übernehme. Aber man kann ja immer dazu lernen.