Mit Münte wird's besser

Tagebucheintrag 14. Februar 2004 (Dortmund)

Eine Woche ist diese Nachricht schon wieder alt. Ich hatte gerade ein Treffen im Bürgerbüro, als mein Berliner Mitarbeiter mir die Neuigkeit mitgeteilt hat. Ich war überrascht, aber auch sehr schnell erleichtert. Eins war mir schnell klar: Wenn es einem gelingt, die Partei zusammenzuhalten, dann Müntefering. Bei uns in Dortmund habe ich nur positive Signale zu dem Wechsel bekommen. Ich habe keine Angst, dass dies der Anfang vom Ende sein könnte. Ich glaube viel mehr, dass wir ohne ein solches Signal bald am Ende gewesen wären.
Natürlich wird mit Münte nicht alles – aber doch vieles - besser. Müntefering braucht allerdings eine breite Unterstützung. Die vergangene Woche hat aber leider auch gezeigt, dass das Gezeter weiter geht. Wir haben wieder unzählige Trainer auf der Tribüne, die es besser wissen. Ich weiß es ja selber gerne besser und einmischen ist ja auch wichtig, aber die unzähligen öffentlichen Personalvorschläge sollten jetzt mal zurückgehalten werden. Wir sollten jetzt lieber darüber reden, wie wir die Reformen fortsetzen. So fortsetzen, dass wir sie den Menschen verdeutlichen können und so, dass es nicht zu sozialen Verwerfungen kommt. Wir haben nur die Chance, weiter zu reformieren, dies aber mit Augenmaß und Einhaltung der sozialen Balance. Kombiniert mit Zusammenhalt und einer guten Kommunikation, was uns im Augenblick wohl am schwersten fällt.