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Dortmund mehr als eine Heimat

Das Rathaus mit dem Gauklerbrunnen am Stadtgarten. (Foto: Hartmut Ehringhaus)

Ich bin in Dortmund geboren, aufgewachsen und bin meiner Heimat sehr verwurzelt. Meine Familie und die meisten meiner Freunde leben hier. Ich wohne in Dortmund und freue mich, nach jeder Sitzungswoche hierher zurückzukehren. Es ist dieses Heimatgefühl welches mich mit Dortmund und dem Ruhrgebiet verbindet, was man kaum erklären kann und einen doch voll erfasst. Es ist der besondere Menschenschlag, die Mentalität und natürlich auch das Vertraute, das mich immer an Dortmund gebunden hat. Die Menschen sagen das, was sie denken und das immer ehrlich, auch wenn es mal nicht so schön ist. Das finde ich wichtig. Auch der große Fleiß der Dortmunder, die nach dem heftigen Strukturwandel Dortmund wieder fit machen für die Zukunft, auch für die nächsten Generationen. Und auch das große Engagement. Viele Initiativen, viele engagierte Menschen, die sich für ihre Stadt einsetzen. Das ist sehr, sehr wichtig für unsere Stadt, für den sozialen Zusammenhalt in Dortmund.  

Ich bin in der Dortmunder SPD politisch groß geworden, ich juble oder leide mit dem BvB, habe Teile des Strukturwandels hautnah miterlebt. Meine Familie stammt aus einfachen Verhältnissen, mein Großvater war einer der vielen Malocher erst auf der Zeche und dann im Stahlwerk. Ich bin auf eine Schule gegangen, die mitten in einem sozialen Brennpunkt liegt und die einen Migrantenanteil von über 50 Prozent hat. Eine Schule, die mir - vor allem durch das Engagement vieler Lehrer und Schüler - nicht nur Mathe, Deutsch und Co, sondern vor allem Toleranz und kritisches Denken beigebracht hat. Seitdem bin ich fest davon überzeugt, dass man seine Heimat lieben und dennoch offen gegenüber anderen Kulturen, Ansichten sein kann. Mehr noch, ich glaube, nur tolerante Menschen sind wirklich in der Lage positive Gefühle gegenüber sich selbst und der eigenen Kultur zu haben. Menschen voller Vorurteile oder gar Hassgefühlen sind meist auf negative Gefühle beschränkt und können sich häufig selbst nicht leiden.

Die Spielstätte von Borussia Dortmund, für mich immer noch das "Westfalenstadion".

Viele denken immer noch das Ruhrgebiet ist grau und kohleverrußt und der Manta-Fahrer heizt von der ?Tanke? zur ?Currywurst-Bude?. Trainingsanzug im Supermarkt findet man sicherlich, Bierchen an der Bude auch. Aber auch wenn Dortmund immer noch unter einer hohen Arbeitslosigkeit leidet, so hat sich doch vieles geändert. Manta gibt es schon lange nicht mehr, der Biomarkt mit dem Biobier kommt langsam und Turnschuhe trägt mittlerweile fast jeder, auch im Büro. Das Ruhrgebiet hat sich in den letzten Jahren sehr verändert.

Der Rombergpark im Stadtbezirk Hombruch.

Keine Region, ist so spannend und vielschichtig. Man ist in 20 Minuten von Dortmund in Bochum oder von Bochum in Essen. Es gibt hier unzählige Kultureinrichtungen, ein riesiges Sportangebot mit vielen großen Vereinen. Wir haben Stauseen, Parks, Zoologische Gärten, Wälder  auf kleinstem Raum - Dortmund hat den größten Grünanteil aller Städte in NRW. Die Innenstädte sind belebt worden und nicht wenige aus der weiteren Umgebung kommen zum ?Shoppen? in unsere Innenstädte.

Das Dortmunder Stadttheater. (Foto: Hartmut Ehringhaus)

Vor allem aber haben wir uns dem Schicksal des Weggbrechens der Kohle- und Stahlindustrie nicht ergeben. Neben Versicherungen und anderen Dienstleistern haben sich in der Region immer mehr Technologieunternehmen niedergelassen. Dortmund ist zu einer Hochburg für Mikrosystemtechnologie und Logistik geworden. Wissenschaft und Wirtschaft arbeiten auf dem Gelände der Universität eng verknüpft. Viele neue Arbeitsplätze entstehen und geben der Region Hoffnung.

Ich hoffe, ich konnte einige Eindrücke davon geben, warum ich fest davon überzeugt bin, dass ?das Ruhrgebiet lebt? und Dortmund für mich mehr als meine Heimat ist. Wer noch mehr Wissenswertes über Dortmund lesen möchte, erfährt dies im folgenden Text.

           

Infos über Dortmund

Ich möchte Ihnen hier gerne einige statistische Daten meiner Heimatstadt Dortmund, dem Herzen Westfalens, vorstellen. Diese Zahlen beziehen sich ? sofern nicht anders erwähnt - auf das Jahr 2004 und stammen vom Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Dortmund.

Dortmund belegt im deutschlandweiten Vergleich sowohl flächenmäßig als auch nach der Einwohnerzahl den 7. Platz unter den Großstädten. Insgesamt leben rund 586.754 Einwohner auf einer Gesamtfläche von 28.037 ha. In den letzten 20 Jahren hat Dortmund rund 10.000 Einwohner verloren. Der Männeranteil (48,4%) ist in den letzten 10 Jahren leicht gestiegen und liegt heute knapp 3% unter dem Frauenanteil (51,6%), der in Dortmund in den letzten 20 Jahren leicht abgenommen hat. Es herrscht also ein Überschuss von ca. 18.000 Frauen, was auf die Auswirkungen des 2. Weltkrieges und die höhere Lebenserwartung zurückzuführen ist. Gut 8 von 10 verwitweten Personen sind weiblichen Geschlechts. Die Zahl der jährlichen Geburten ist in Dortmund seit Mitte der 90er Jahre wieder stark abgesunken - von 6190 im Jahr 1990 auf 5067 im Jahr 2004. Sterbefälle sind seit 1985 um fast die gleiche Anzahl abgesunken - von 7681 im Jahr 1985 auf 6651 im Jahr 2004. In Dortmund hat jedoch die Gruppe der älteren Menschen (Altenquote: 29,7%) ein merklich stärkeres Gewicht als die der jüngeren (Minderjährigenquote: 21,2%).

Von einer Gesamtfläche von rund 28.000 ha sind in Dortmund ca. 46% Grünflächen oder öffentliche Gewässer. Alleine an öffentlichen Parks und Grünanlagen stehen den Bürgerinnen und Bürgern in Dortmund fast 1.500 ha zur Verfügung.

Zwei Drittel aller Dortmunderinnen und Dortmunder (66,3%) befinden sich im erwerbsfähigen Alter zwischen 15 und 65 Jahren. Bei der ausländischen Bevölkerung liegt dieser Anteil deutlich höher, bei 77%. Ca. 50 % der rund 190.000 sozialversicherungspflichtig beschäftigten Dortmunderinnen und Dortmunder arbeiten im reinen Dienstleistungsbereich. Der Gewerbesektor ist seit Ende der 90er immer stärker geschrumpft, ausgenommen Gastgewerbe und das Kredit- und Versicherungsgewerbe, deren Anzahl in Dortmund relativ konstant geblieben ist. Im Juni 2004 waren in Dortmund 41.866 Personen ohne Arbeit. 26476 davon männlich, 15390 weiblich. Die Arbeitslosenquote betrug 15,3% aller ziviler Erwerbspersonen. Laut Arbeitsagentur Dortmund waren 2005 rund 5.100 Jugendliche unter 25 Jahren erwerbslos gemeldet, rund 2.900 davon länger als 3 Monate.

Fast jeder neunte Dortmunder (bzw. Dortmunderin) geht auf eine allgemeinbildende Schule. Das ist eine Schülerzahl von rund 65.300 Schülern. In den letzten 10 Jahren hat sich die gesamte Schülerzahl kaum verändert, die Verteilung auf die unterschiedlichen Schularten jedoch markant. Seit 1995 hat ein sichtbarer Anstieg der Schüler an Realschulen und Gesamtschulen stattgefunden (ca. 2000 Schüler mehr), bei der Zahl der Gymnasiasten ist eine gering steigende Tendenz zu beobachten.

In Dortmund studierten im Wintersemester 04/05 insgesamt 30.254 Menschen, davon ca. 21.643 an der Universität und 8.611 an der Fachhochschule. An der Uni sind knapp die Hälfte der Studierenden weiblich, an der FH rund ein Drittel. Der Anteil ausländischer Studierender beträgt an der an der Fachhochschule ca. 16% und an der Uni 6,3 %.

9 von 10 Dortmunderinnen und Dortmundern kommen aus den EU-Mitgliedsstaaten (einschließlich der BRD). Gut jede/r achte besitzt nicht die deutsche Staatsangehörigkeit. Der überwiegende Teil dieser Bevölkerungsgruppe ist in Dortmund männlichen Geschlechts (51,9%). Mit 36,5% der ausländischen Bevölkerung in Dortmund stellen die Türken die größte Gruppe. Ausländerinnen und Ausländer anderer Bevölkerungsgruppen aus allen EU-Mitgliedsstaaten sind in Dortmund nicht einmal halb so stark vertreten (23,5%) wie diese Gruppe. Die ausländische Bevölkerung verteilt sich ungleichmäßig über das Dortmunder Stadtgebiet. Ein knappes Drittel von ihnen lebt allein im Bezirk Innenstadt-Nord. Dort besitzen 41,5% der Einwohner einen ausländischen Pass.

Seit Inkrafttreten des Lebenspartnerschaftsgesetzes Ende 2001 haben 248 - überwiegend männliche - Personen von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, eine rechtlich abgesicherte Lebenspartnerschaft zu begründen.

In den letzten Jahren bewegt sich die innerstädtische Mobilität (Umzüge) mit deutlich über 50.000 Wohnungswechseln als Folge eines generell entspannten Wohnungsmarktes auf einem sehr hohen Niveau. Die Standorttreue in den einzelnen Stadtbezirken zeigt eine breite Streuung: Während beispielsweise in Mengede zwei von drei Umziehenden ihre neue Wohnung auch wieder in Mengede wählen, hält es in der Innenstadt-Ost nur zwei von fünf Umziehenden weiterhin in diesem Stadtbezirk. Mittlerweile gibt es in Dortmund fast 90.000 Gebäude mit insgesamt knapp 310.000 Wohnungen.

Die höchste Wahlbeteiligung verzeichnet regelmäßig mit ca. 80% die Bundestagswahl. Bei den Landtagswahlen hat sich die Wahlbeteiligung in den letzten Jahren bei ca. 60% eingependelt. Seit 1994 ist die durchschnittliche Wahlbeteiligung bei Europawahlen in Dortmund um etwa 20% gesunken. Bei der letzten Europawahl haben hingegen nur rund 38% der Dortmunderinnen und Dortmunder gewählt.

Die Geschicke Dortmunds werden von Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer (SPD) und seinen Stellvertretern Bürgermeisterin Birgit Jörder (SPD) und Bürgermeister Adolf Miksch (CDU) gelenkt. Weitere Informationen zum Rat der Stadt, den Sitzungsunterlagen, Haushalt und Beiräten finden Sie unter Rathaus und Bürgerservice.

 

Sie möchten mehr über Dortmund erfahren?

Das Dortmunder Stadtportal Do4u informiert sie unter www.dortmund.de über alles Wissenswerte, angefangen bei der Lokalpolitik über die Stadtverwaltung bis hin zu kulturellen Höhepunkten der Stadt.


Das Portal www.standort-dortmund.de bietet Ihnen eine Suchmaschine, mit der Sie Dortmund in über 30 Kategorien - egal ob Immobilien oder Kirchengemeinden, Musik oder Gastronomie - ?absuchen? können.

Auf der Internetseite www.mein-dortmund.de können sich sowohl Einheimische wie auch Besucher über Sehenswürdigkeiten und wirtschaftliche und politische Entwicklungen in Dortmund erkundigen.

Wenn Sie mehr über die einzelnen Stadtbezirke oder ganz Dortmund erfahren wollen, erhalten Sie Informationen unter der Internet-Adresse: www1.dortmund.de/home/stadtbezirke/

Durch einen Klick auf den gewünschten Stadtbezirk erhalten Sie die gewünschten Informationen zu Wirtschaft, Gesellschaft, Freizeit und Kultur:

www.aplerbeck.dortmund.de
www.brackel.dortmund.de
www.eving.dortmund.de
www.hombruch.dortmund.de
www.hoerde.info
www.huckarde.dortmund.de
www.innenstadtnord.dortmund.de
www.innenstadtost.dortmund.de
www.innenstadtwest.dortmund.de
www.luetgendortmund.dortmund.de
www.scharnhorst.dortmund.de
www.mengede-online.de