Energiesparen ist sexy
Energie ist der Schmierstoff der Wirtschaft und wir alle sind davon abhängig. Wir haben uns daran gewöhnt, dass uns Strom, Wärme, Kühlung, Maschinen und Computer immer und so lange wir wollen zur Verfügung stehen. Wir haben uns auch daran gewöhnt, dass Energie günstig zu haben ist, dass sie unter ihrem tatsächlichen Wert seit Jahrzehnten verkauft, verbraucht und vergeudet wird. Daran, dass die meisten Energieressourcen knapper und teurer werden, dass sie unser Klima erwärmen oder gar unsere Zukunft gefährden, hat kaum jemand gedacht.
Jetzt lassen sich die Fakten nicht mehr verdrängen. Dennoch bestehen wir auf günstige Energie, dennoch pusten wir Millionen Tonnen Kohlendioxid in die Luft, dennoch mögen wir große Autos mit hohen Verbrauchswerten. Ja, wir sehen ein, dass wir die Erneuerbaren Energien fördern müssen und dass wir effizientere Technologien benötigen, aber das ist doch Sache der Politiker. Stimmt, aber ohne das Umdenken der Bürger und den Druck der Verbraucher wird selbst eine fortschrittliche Politik das Ruder nicht herumreißen können.
Zudem würden der Ausbau der Erneuerbare Energien und der verstärkte Einsatz effizienterer Technologien nicht ausreichen, wenn der Energieverbrauch gleichzeitig weiter ansteigt. Man muss also mit Energie sparsamer umgehen. Mehr als ein Viertel unseres Energieverbrauches machen Privathaushalte aus. Es geht nicht in erster Linie darum, dass nun jeder auf seine alltäglichen Annehmlichkeiten verzichten soll. Es geht darum, dass zu viel Energie verschleudert wird, ohne dass wir einen Nutzen davon haben. Man bezahlt auch noch die Energie, die man vergeudet. Das klassische Beispiel hierfür sind die Stand-by-Schaltungen. Immer wenn ein mit Stand-by ausgestattetes elektrisches Gerät mit der Steckdose verbunden ist, verbraucht es Energie, auch wenn es gar nicht im Einsatz ist. Allein dadurch wird bundesweit so viel Energie verschwendet, dass man ohne diesen Verbrauch zwei Atomkraftwerke abschalten könnte. Falsches Lüften, ineffiziente elektronische Geräte, eine falsche Fahrweise mit dem Auto, schlechte Wärmedämmung und so weiter, schrauben den Energieverbrauch und die Kosten drastisch nach oben.
Deshalb gilt: Die beste Energie, ist die, die man gar nicht erst verbraucht, sondern einspart. Energiesparen ist sexy, umweltfreundlich und schont den Geldbeutel. Was gibt es besseres? Dennoch reduziert sich unsere Energieverschwendung nur ganz langsam. Ich habe hier einige Infos, Tipps und weiterführende Adressen aufgelistet, mit Hilfe derer die CO2-Reduzierung etwas beschleunigt werden kann.




