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21.02.12 14:28 Alter: 87 days

Aufruf zu betrieblicher Schweigeminute für die Opfer rechter Gewalt am 23. Februar

 

Marco Bülow unterstützt den Aufruf zur einer betrieblichen Schweigeminute für die Opfer von rechter Gewalt, zu der u.a. der DGB-Region Dortmund-Hellweg, der Einzelhandelsverband Westfalen-Münsterland e.V., die Kreishandwerkerschaft Dortmund und die Unternehmensverbände gemeinsam für den 23. Februar um 12 Uhr aufrufen.

„Diese betriebliche Schweigeminute ist richtig und wichtig. Ich finde es sehr gut, dass Kollegen/innen in den Dortmunder Betrieben diese Aktion unterstützen. Denn gerade die Betriebe sind oft ein gutes Beispiel für eine gelungene Integration und Toleranz. Ich hoffe, dass sich viele Betriebe in Dortmund an der Schweigeminute beteiligen werden. Selbstverständlich werden auch mein Büro und ich an dieser Aktion teilnehmen.

Die Schweigeminute wird parallel zur zentralen Gedenkveranstaltung am 23.02. um 12 Uhr ein Zeichen der Trauer und des Mitgefühls mit den Opfern, ihren Familien und Freunden setzen, u.a. für die betroffene Familie Kubasik aus Dortmund. Sie soll ein Zeichen sein, dass wir eine wehrhafte Demokratie sind, wir nicht auf dem rechten Auge blind sein dürfen und den Rechtsextremismus endlich ernst nehmen. Der zivile Protest in Dortmund macht deutlich: Die Mehrheit der Dortmunderinnen und Dortmunder wollen den Rechtsextremen nicht die Straße überlassen. Wir setzen uns ein für Vielfalt statt Einfalt, Toleranz statt Ausgrenzung und Rassismus.

Die rechtsextremen Morde haben leider gezeigt, dass viele Fehler gemacht wurden und Rechtsextremismus in unserer Gesellschaft immer noch deutlich unterschätzt wird. Es muss immer erst Schlimmes passieren, bevor wieder eine große öffentliche Diskussion stattfindet. Bezüglich der Mord- und Anschlagsserie des Zwickauer Neonazi-Trios brauchen wir deshalb eine schonungslose und transparente Aufklärung aller offenen Fragen. Es muss deutlich werden, welche Fehler und Versäumnisse es an welchen Stellen gegeben hat. Nur dann kann man solche in Zukunft vermeiden. Es darf auch kein kurzes Aufflackern von Aktivitäten geben, sondern eine kontinuierliche Arbeit, wie sie unter anderem von vielen kleinen Initiativen tagtäglich geleistet wird.“