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16.03.10 14:50 Alter: 2 yrs

Marco Bülow stellt sein Buch „Wir Abnicker“ in Berlin vor

 

Gemeinsam mit dem Journalisten und Lobbyismus-Experten Prof. Dr. Thomas Leif stellte Marco Bülow am Montag in Berlin sein neues Buch „Wir Abnicker“ vor. Zahlreiche Journalisten waren in den Bundestag gekommen, um die Inhalte des Buches zu diskutieren und Fragen zu stellen.

Nach einer kurzen Einführung durch Thomas Leif und Econ-Verlagsleiter Jürgen Diessl stellte Marco Bülow die zentralen Thesen des Buches vor: Den Bedeutungsverlust des Parlaments, den wachsenden Einfluss von Lobbyisten und die mangelnde Transparenz von politischen Entscheidungen. Dem schloss er einen ganzen Forderungskatalog für die Politik an: Bülow fordert u. a. ein öffentliches Lobby-Register, Einkommensgrenzen für Abgeordnete und die Einsetzung einer Enquete-Kommission zum Thema Lobbyismus.

Auf Nachfrage der Journalisten schilderte er den arbeitsintensiven Alltag eines Abgeordneten und den immensen Druck unter dem Parlamentarier Tag täglich stehen. Dies biete Einfalltore für Lobbyisten und führe dazu, dass viele Vorlagen der Regierung oder der Fraktionsspitzen vom Parlament nur noch „abgenickt“ würden. Der Deutsche Bundestag sei nicht mehr die Entscheidungsmitte unserer Gesellschaft. Marco Bülow fordert die Politiker auf, die Macht wieder in die Mitte des Parlaments zu holen.

Er betonte, dass er von vielen Politikern aber auch Bürgerinnen und Bürgern Unterstützung für seine Thesen und Forderungen bekomme – sowohl in Berlin als auch im Wahlkreis in Dortmund. Viele Abgeordnete seien mit ihrer Kritik bisher zwar noch nicht an die Öffentlichkeit gegangen, er spüre aber, dass es bei Vielen einen Veränderungswillen gibt. Nichts desto trotz gäbe es immer auch die Parlamentarier, die mehr Transparenz ablehnen und mit deren Widerstand zu rechnen ist. Bülow hofft aber auch, diese von der Wichtigkeit von mehr Offenheit und neuen Regeln für den Lobbyismus zu überzeugen.  

Abschließend betonte Marco Bülow, dass er mit dem Buch Denkanstöße geben und eine öffentliche Debatte über die Themen Lobbyismus und Transpanrenz anregen möchte. „Die gläserne Kuppel des Parlamentes ist ein Scheinbild. Das müssen wir endlich offen ansprechen“, so der Dortmunder Bundestagsabgeordnete.