Ruhrgebiet braucht den Rhein-Ruhr-Express (RRX)
Zur Finanzierung des RRX im Ruhrgebiet erklärt der Dortmunder Bundestagsabgeordnete Marco Bülow:
„Der Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) und die schwarz-gelbe Landesregierung lassen Dortmund und das Land Nordrhein-Westfalen in Sachen Verkehrsprojekte völlig im Stich. Verbesserungen beim Schienenverkehr wie der dringend benötigte RRX werden einfach aufs Abstellgleis geschoben, wo sie dahinsiechen.
Nicht nur dass der Bundestag im Dezember letzten Jahres über die Kosten
dieses wichtigen Bahnprojekts falsch informiert wurde sondern die schwarzgelbe Landesregierung hat anscheinend kein Bedürfnis, sich für den RRX und andere Projekte wie beispielsweise der Ausbaustrecke Lünen-Münster im Bund einzusetzen. Erst jetzt wird bekannt, dass diese Projekte in NRW auf einer Streichliste stehen und voraussichtlich keinerlei Möglichkeiten zur Realisierung haben. Weiter wird die Lage verschärft, da Verkehrsminister Ramsauer Teile der Einnahmen aus der LKW-Maut, die stets für Schienenprojekte bestimmt waren, nun zu 100% in den Ausbau des Straßennetzes stecken will. Somit gehen für dringende Investitionen rund 1 Milliarde Euro verloren.
Andere Gelder fließen in den neuen Bahnhof Stuttgart 21, dessen Kosten sich auf rund 4,5 Mrd. Euro belaufen – so viel wie etwa alle Schienenprojekte in NRW zusammen. Statt der Förderung von verkehrspolitisch wichtigen Projekten im Sinne der Bevölkerung, setzt Ramsauer auf völlig überteuerte Prestigeobjekte. Hier wird nutzlos Geld verbrannt, das vor Ort viel dringender benötigt wird.
Dagegen wird im bevölkerungsreichsten Gebiet Deutschlands, dem
Ruhrgebiet, an Investitionen gespart. Die quer durch das Ruhrgebiet führende A40 ist beim täglichen Pendlerverkehr völlig überlastet. Ein Projekt wie den RRX halte ich daher für äußerst notwendig. Es würde eine Entlastung der Autobahnen im Ruhrgebiet bedeuten und könnte rund 31.000 Pendler von der Straße auf die Schiene holen. Ich fordere daher den Bundesverkehrsminister auf, die Investitionen ins Schienennetz nicht zu kürzen und im Ruhrgebiet wichtige Infrastrukturprojekte wie den RRX zu realisieren.“
Zum RRX: Der Rhein-Ruhr-Express (RRX) soll die Städte Dortmund und Köln im 10-Minuten-Takt verbinden. Er soll damit eine erhebliche Entlastung im bevölkerungsreichsten Gebiet Deutschlands schaffen und rund 31.000
Pendler von der überlasteten A40 auf die Schiene holen. Um den RRX zu
realisieren muss der Abschnitt Duisburg-Düsseldorf sechsgleisig ausgebaut und die Einfahrt in den Dortmunder Hauptbahnhof neu konstruiert werden.
- Dateien:
10-01-08_PM_Marco_Buelow_RRX.pdf


