Bali muss die Klimawende einleiten
Anlässlich des Beginns der Weltklimakonferenz auf Bali erklärt der umweltpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Marco Bülow:
Die Weltklimakonferenz ist die große Chance, der internationalen Klimapolitik eine neue Dynamik zu verleihen. Zwei Ziele müssen nun ernsthaft verfolgt werden: Das Einleiten der Energiewende und die Weiterentwicklung des Kyoto-Protokolles.
Das Jahr 2007 hat der globalen Klimaschutzpolitik einen neuen Schub gegeben. Die aktuellen Meldungen über die dramatische Beschleunigung des Klimawandels und wichtige politische Entscheidungen, z.B. der G8, sind Motivation und Verpflichtung, sich auf der Konferenz zumindest auf einen Fahrplan zu verständigen, damit die Verhandlungen über ein Kyoto-Nachfolgeprotokoll 2009 abgeschlossen werden können. Nur so reicht die Zeit, ein neues Abkommen bis 2013 in Kraft zu setzen.
Europa hat sich anspruchsvolle Klimaziele gesetzt und will Vorreiter sein, damit die weltweiten Emissionen bis 2050 gegenüber 1990 halbiert werden. Die USA wollen zumindest aktiv an den Verhandlungen teilnehmen und aus den sich rasant entwickelnden Ländern des Südens wie China, Indien und Brasilien kommen Signale, dass sie die Fehler des Nordens nicht wiederholen wollen und sie bieten Verhandlungen an.
Die Zeiten des ?Wer-sich-zuerst-bewegt,-hat-verloren? müssen endgültig vorbei sein und die Weltgemeinschaft muss einmütig beschließen, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf 2 Grad zu beschränken, gleiche Pro-Kopf-Rechte bis 2050 vereinbaren und einen weltweiten Emissionshandel in die Wege leiten. Dies alles muss begleitet werden von einem technologischen Wandel hin zu emissionsarmen Techniken und der Nutzung von erneuerbaren Energien.
- Dateien:
07-12-05_PM_Marco_Buelow_Bali.pdf


