Ein starkes Signal fuer Bali
Anlaesslich der heutigen Bundestagsdebatte zur UN-Klimakonferenz auf Bali erklaeren der umweltpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Marco Buelow und der klimaschutzpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Frank Schwabe:
Wir begruessen, dass die Koalitionsfraktionen nach anfaenglichen Irritationen einen gemeinsamen Antrag zur UN-Klimakonferenz auf Bali vorlegen werden. Die SPD hat sich in den Verhandlungen mit der Union stets fuer eine Senkung der CO2-Emissionen Deutschlands um mindestens 80 Prozent bis 2050 im Vergleich zu 1990 ausgesprochen. Dieses wichtige, langfristige Ziel wollte die Unionsfraktion nicht mittragen. Das 80-Prozent-Ziel steht aber im Einklang mit dem Vorschlag der Bundesregierung, der urspruenglich von Bundeskanzlerin Angela Merkel kam. Danach muessen sich die Industrie-, Schwellen- und Entwicklungslaender bei einem CO2-Ausstoss von zwei Tonnen pro Kopf und Jahr treffen, wenn eine Erderwaermung von mehr als zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Niveau verhindert werden soll.
In dem Antrag wird der Zusammenhang zwischen dem Zwei-Grad-Ziel und einer notwendigen Senkung der CO2-Emissionen in Deutschland von heute etwa zehn Tonnen pro Kopf auf zwei Tonnen nochmals deutlich unterstrichen. Nach aktuellen Berechnungen des Potsdamer Instituts fuer Klimafolgenforschung bedeutet das eine Senkung der CO2-Emissionen in Deutschland von mehr als 80 Prozent bis 2050.
Das ist ein starkes Signal fuer die Verhandlungen auf Bali.
Deutschland kann vorangehen und seine Vorreiterrolle beim Klimaschutz weiterhin wahrnehmen. Die SPD-Bundestagsfraktion wird sich weiterhin intensiv fuer verbindliche und ambitionierte Klimaziele einsetzen.
- Dateien:
07-11-15_PM_AG_Umwelt_Bali.pdf


