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06.04.08 22:39 Alter: 4 yrs

Keine Bühne für Hass- und Gewaltaufrufe

 

Am 19. Mai will der jamaikanische Reggae Künstler „Sizzla“ nach Dortmund kommen. Der Künstler ist dafür bekannt, dass er sowohl in seinen Liedtexten und auch in öffentlichen Statements zu Gewalt gegen Schwule aufruft.

Dazu der Dortmunder Bundestagsabgeordnete Marco Bülow:

 Â„Es ist nicht hinnehmbar, dass man Menschen eine Bühne gibt, die zu Gewalt aufrufen und Menschen diskriminieren und verunglimpfen. Was für Rechtsextreme gilt, muss auch für „Sizzla“ gelten. Deshalb habe ich mich an den Veranstalter gewandt und ihn aufgefordert, das geplante Konzert abzusagen. Mein Ansinnen ist bei dem Veranstalter durchaus auf  Verständnis getroffen. Mir wurde erklärt, dass es eine Einverständniserklärung des Künstlers „Sizzla“ mit dem britischen Schwulenverband gibt, bei seinen Auftritten auf gewaltverherrlichende und homophobe Texte zu verzichten.

Leider hat sich der Sänger außerhalb der Bühne aber weiterhin in unerträglicher Weise geäußert und verkauft weiter seine CDs mit Aufrufen zu Gewalt. Ich bin deshalb der Meinung, „Sizzla“ trotz der Vereinbarung und der entstehenden Schwierigkeiten für den Veranstalter keine Bühne zu geben. Ich unterstütze die Forderungen von SLADO e.V. und des Dortmunder Lesben und Schwulenzentrum KCR, das Konzert abzusagen. Ich hoffe, dass der Veranstalter diesen Schritt letztendlich gehen wird, dies wäre auch ein wichtiges Zeichen auch gegenüber anderen Veranstaltern in Dortmund.“