Marco Bülow im Gespräch mit dem Bundesverkehrministerium: Zustand des S-Bahnhof Dorstfeld
Zum Zustand des S-Bahnhofs Dorstfeld erklärt der Dortmunder SPD-Bundestagsabgeordnete Marco Bülow:
„Der Dortmunder S-Bahnhof Dorstfeld ist in einem mehr als maroden Zustand.Die Deutsche Bahn AG nimmt, trotz der Aufforderung vieler Bürgerinnen und Bürger, keine Reparaturen in Angriff. Zumindest nicht die, die am dringlichsten wären.Um den Zustand des Dorstfelder Bahnhofs zu verbessern, habe ich mich mit SPD-Bundesverkehrminister Wolfgang Tiefensee und dem SPD-Staatssekretär Grossmann in Verbindung gesetzt und nun auch eine Antwort erhalten. Das Ministerium bedauert den Zustand des Bahnhofs Dorstfeld. Bahnhöfe sollen ihrer Ansicht nach Aushängeschilder sein und nicht schlecht instand gehalten. Das Bundesverkehrsministerium hat mir versprochen – unabhängig von der Finanzierungsverantwortung - das Gespräch mit der Bahn AG zu suchen, um die berechtigte Kritik der Bürgerinnen und Bürger in Dortmund aufzunehmen und - wenn möglich - den Zustand wieder zu verbessern. Die Instandhaltung der Bahnhofsanlagen (betriebsfähiger Erhalt der bestehenden Anlagen) zählt nach dem Bundesschienenwegeausbaugesetz zu den Aufgaben der DB Station&Service AG. Der Bund finanziert nach dem Bundesschienenwegeausbaugesetz die Ersatzinvestitionen, das heißt die Neubeschaffung verbrauchter Anlagen nach Ablauf der Nutzungsdauer. Ich habe ebenfalls dem Bahnchef Herrn Mehdorn die Situation in Dorstfeld geschildert. Herr Mehdorn, der Bahnchef, hat mir in seiner Antwort verdeutlicht, dass der Bahnhof Dortmund Dorstfeld kontinuierlich in Stand gehalten worden sei und in einem grundsätzlich verkehrssicheren Zustand sei.Da bleiben aber für mich Fragen offen. Der Bodenbelag der Station ist bereits vor Jahren entfernt worden, weil er nicht mehr rutschsicher war. Bis heute sind die Rückstände des Klebers vorhanden und es wurde kein neuer Bodenbelag verlegt. Es gibt immer noch Stolperkanten an den Dehnfugen. An den Wänden bröckeln die Fliesen. Ich bin daher über diese Antwort sehr verwundert. Allerdings gibt mir Herr Mehdorn in dem Punkt recht, dass viele Dinge im Bahnhof Dorstfeld nicht so aussehen, wie man es sich wünschen würde, zum Beispiel der Fußgängersteg und die Fenster. So prüft die Bahn momentan, ob der Bodenbelag unter Berücksichtigung der Tragfähigkeit erneuert werden kann. Um alle Hebel in Bewegung zu setzen, habe ich auch dem NRW-Verkehrminister Herrn Wittke die Situation geschildert. Ich fände es gut, wenn auch die Landesebene - unabhängig von den Verantwortlichkeiten - die Menschen in Dortmund bei ihren Forderungen unterstützt. Bisher kam aber von dieser Stelle noch keine Antwort. Insgesamt reicht mir das alles nicht. Ich habe mir den Bahnhof selber angesehen und halte die Zustände dort für unzumutbar. Die Menschen brauchen einen sicheren Dorstfelder Bahnhof. Aussagen der Bahn bei der ersten Besichtigung mit der Bezirksvertretung, dass „Für Schön kein Geld da ist“ finde ich unmöglich. In diesem Fall geht es nicht um Schönheit. Die Menschen in Dortmund brauchen für ihre täglichen Wege eine funktionierende und ungefährliche Infrastruktur. Auch Ideen der Bahn, Fliesen an unwichtigen Stellen des Bahnhofes entfernen zu lassen, die Wand zu verputzen und die Fliesen zum Ausbessern an anderer Stelle zu benutzen sind sehr fragwürdig. Man muss kein Handwerker sein, um zu wissen, dass Wandfliesen nicht unbeschädigt bleiben, wenn man sie für andere Zwecke „abmontieren“ möchte.Ich habe das Gefühl, dass die Deutsche Bahn AG nicht in der Lage ist, den Regionalverkehr in NRW vernünftig zu planen und dementsprechend Gelder für die Ausgestaltung und Renovierung der Bahnhöfe aufzubringen. Zwar werden Rolltreppen erneuert und der Brandschutz in den Stationen verbessert, aber für alle anderen notwendigen Investitionen bleibt am Ende kein Geld übrig.Umso ärgerlicher, wenn man sieht, wie andere Bahnhöfe in der Republik wie in Berlin oder in Stuttgart ausstaffiert werden. In Dortmund aber kein Geld da sein soll. Der Dorstfelder Bahnhof ist kein Einzelfall. Auch andere S-Bahnhöfe in Dortmund sind in einem desolaten Zustand, wie zum Beispiel in den Stadtteilen Mengede und Wischlingen. Ich kann gut verstehen, dass die Menschen vor Ort sehr verärgert darüber sind. Die Deutschen Bahn AG sollte sich darum bemühen, die Zufriedenheit Ihrer Kundinnen und Kunden zu erhöhen und auch kleinere Bahnhöfe nicht vernachlässigen. Ich bin ein großer Fan des Bahnfahrens und würde es begrüßen, wenn mehr Menschen die Bahn nehmen und dafür das Auto mal stehen lassen. Doch dazu ist es immens wichtig, den Service stetig zu verbessern.Ich bemühe mich, weiter Veränderungen zu erreichen und werde mich intensiv für den Dorstfelder Bahnhof einsetzen. Ich hoffe sehr, dass das Bundesverkehrministerium etwas bewirken kann.“


