Ausbildungsbonus wird ein SPD-Erfolgsmodell
Zum Ausbildungsbonus erklärt der Dortmunder SPD-Bundestagsabgeordnete Marco Bülow:
Das Bundeskabinett hat die Schaffung einer "Qualifizierungsinitiative für Deutschland" zur Sicherung des Fachkräfteangebots auf den Weg gebracht.Zentraler Baustein der Initiative ist der Ausbildungsbonus für Altbewerber.
?Ich bin davon überzeugt, dass der Ausbildungsbonus einen wichtigen Beitrag zur Lösung der Altbewerbernachfrage auf dem Dortmunder Ausbildungsmarkt leisten kann. Die SPD hat diesen Bonus gegen harte Widerstände von CDU-Wirtschaftsminister Michael Glos und die CDU-Bildungsministerin Annette Schavan erfolgreich durchsetzen können. Mit dem Ausbildungsbonus haben wir eine alte Idee der Gewerkschaften und der Wirtschaft aufgegriffen. Der Vorschlag sah vor, zusätzliche Ausbildungsplätze finanziell zu fördern, wenn diese mit benachteiligten Altbewerbern besetzt werden. Genau das setzt die Bundesregierung mit dem Ausbildungsbonus jetzt auf Initiative der SPD um.Ich halte es dabei für richtig, dass sich der Vorschlag, dass jeder Betrieb, der zusätzlich ausbildet, gefördert werden soll nicht durchgesetzt hat. Das hätte mit Sicherheit Mitnahmeeffekte gegeben. Dadurch das der Kreis eng definiert wird, also die Altbewerber, um die es ja gerade hier im besonderen geht, halte ich das für eine befristete Zeit für in Ordnung.?
Ziel der zeitlich befristeten Maßnahme ist es, bis 2010 bundesweit rund 100.000 zusätzlichen Altbewerbern zu einer guten betrieblichen Ausbildung zu verhelfen. Die Höhe dieses Bonus richtet sich nach der Ausbildungsvergütung des Jugendlichen und liegt zwischen 4.000 und 6.000 Euro. Zudem haben die Dortmunder Betriebe die Möglichkeit, ausbildungsbegleitende Hilfen in Anspruch zu nehmen, durch einen Träger, der die jungen Leute fachlich sowie sozialpädagogisch unterstützt. Die Betriebe können externes Ausbildungsmanagement in Anspruch nehmen. Es wird Ausbildungspaten geben, die sich um die Auszubildenden kümmern.
?Solch ein Gesamtpaket kann nur hilfreich sein. Es darf nur keine Dauerlösung werden. Die Wirtschaft muss sich selbst darum bemühen, Jugendliche in Ausbildung zu bringen. Dies liegt in ihrem ureigensten Interesse. Wer nicht ausbildet, darf sich hinterher nicht beklagen, dass zu wenige Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Der Staat darf nicht nach und nach alle Pflichten der Wirtschaft übernehmen. Mit diesem Maßnahmenpaket der Bundesregierung wird allerdings auch deutlich, dass der Ausbildungspakt sein Ziel bisher nicht erreicht hat. Der Ausbildungsbonus gibt jetzt vielen Dortmunder Jugendlichen die Chance auf eine gute, qualifizierte Ausbildung. Das ist eine wichtige Voraussetzung, damit junge Dortmunder nicht aus Perspektivlosigkeit auf Abwege geraten. Ich möchte dabei ausdrücklich alle Anstrengungen der Dortmunder Wirtschaft loben, welche die schwierige Ausbildungssituation entschärft hat.?
Kurzinformation zum Ausbildungsbonus
Die beschlossene "Qualifizierungsinitiative für Deutschland" soll im Herbst 2008 gemeinsam von Bund und Ländern beschlossen und dann umgesetzt werden.Als Beitrag des Bundes hat das Kabinett zugleich eine Initiative der Bundesregierung beschlossen, die in verschiedenen Handlungsfeldern bildungspolitische Ziele formuliert, um sowohl den drohenden Fachkräftemangel abzuwenden als auch den jungen Menschen und Beschäftigten eine positive Qualifizierungsperspektive zu eröffnen, darunter den Ausbildungsbonus.
Wie funktioniert der Ausbildungsbonus?
? Betriebe, die zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen und diese mitbesonders förderbedürftigen Altbewerbern besetzen, erhalten einen einmaligen pauschalen Zuschuss.
? Die Höhe dieses Bonus richtet sich nach der Ausbildungsvergütung desJugendlichen und liegt zwischen 4.000 und 6.000 Euro.
? Die Maßnahme ist auf drei Jahre befristet: Die Ausbildung muss bisEnde 2010 beginnen.
? Die Mittel werden von der Bundesagentur für Arbeit bereitgestellt.


