Homepage
02.07.08 12:20 Alter: 4 yrs

Ausbildungsbonus schnell beschließen und umsetzen- Chancen für Dortmunder Jugendliche auf Ausbildungsmarkt

 

Zur anstehenden Entscheidung des Bundesrates über den Gesetzentwurf "FünftesGesetz zur Änderung des Dritten Buches Sozialgesetzbuch - Verbesserung der Ausbildungschancen förderungsbedürftiger junger Menschen" („Ausbildungsbonus“) am Freitag, 4. Juli 2008 erklärt der Dortmunder Bundestagsabgeordnete Marco Bülow:

Die Lage auf dem Lehrstellenmarkt in Deutschland ist so gut wie lange nicht. Das gilt aber leider nicht für die Lehrstellensituation in Dortmund. Die angebotenen Ausbildungsplätze reichen bei weitem nicht für alle Bewerberinnen und Bewerber aus. Im Juni dieses Jahres waren nach Zahlen der Agentur für Arbeit in Dortmund noch 1.944 Bewerber ohne Ausbildungsplatz. Dem gegenüber standen nur 859 unbesetzte Berufsausbildungsstellen.

Vor allem die hohe Zahl von Altbewerbern gibt Anlass zur Sorge. Seit Oktober 2007 haben sich in Dortmund 4.333 Bewerberinnen und Bewerber gemeldet, unter ihnen 2.731 so genannte Altbewerber, die im Vorjahr oder früher die Schule verlassen haben. Das sind ca. 60 Prozent der gesamten Bewerber. Eine besorgniserregende Zahl. Immer noch finden zu viele junge Menschen nicht auf Anhieb einen Ausbildungsplatz. Diesen Jugendlichen müssen wir eine Perspektive bieten, wenn wir verhindern wollen, dass sie dauerhaft ohne Berufsausbildung bleiben.

Am 4. Juli entscheidet der Bundesrat über den sogenannten Ausbildungsbonus. Im Deutschen Bundestag wurde dieser schon beschlossen. Es ist von großer Bedeutung, dass auch der Bundesrat am 4. Juli dem Gesetz zustimmt und dieses dann in Dortmund schnell umgesetzt wird.

Viele Dortmunder Jugendliche warten auf Hilfe. Viele Maßnahmenträger, die diesen benachteiligten Jugendlichen betreuen warten in Dortmund auf die Zusagen der Agentur, den Ausbildungsbonus schnellstmöglich umzusetzen. Es wäre wichtig, dass die Ausführungsbestimmungen möglichst schnell bei der Arbeitsagentur eintreffen, damit viele arbeitslose Jugendliche schnellstmöglich in eine Lehrstelle kommen. Die Bundesagentur für Arbeit ist gefordert die Ausführungsbestimmungen zum Ausbildungsbonus möglichst schnell zu erarbeiten, damit die Agenturen vor Ort den Ausbildungsbonus dementsprechend weitergeben können. Einige Dortmunder Arbeitgeber sind nach meinem Wissen bereit, mit diesem Zuschuss zusätzliche Lehrstellen einzurichten. Ich würde mich darüber freuen, wenn die Dortmunder Unternehmen diesen Bonus nutzen. Zu wenige Betriebe in Dortmund waren in der Vergangenheit dazu bereit einen Altbewerber einzustellen und ihm so die Möglichkeit einer Berufsausbildung zu gewähren. Mit dem Ausbildungsbonus gäbe es wieder gute Möglichkeiten. Den Dortmunder Betrieben, die bisher ausbilden, kann man nur danken.

Mit diesem Gesetz sollen durch den sogenannten Ausbildungsbonus in den kommenden drei Ausbildungsjahren in Deutschland 100.000 zusätzliche betriebliche Ausbildungsverhältnisse für Altbewerber entstehen. Bei diesen handelt es sich meist um Jugendliche mit Haupt-, Sonder- oder ohne Schulabschuss, die schon länger als ein Jahr einen Ausbildungsplatz suchen. Durch dieses neue Gesetz hätten sie nun einen Rechtsanspruch auf den Bonus für Ausbildung. Das gibt ihnen und den Betrieben Sicherheit. Im Einzelfall können Altbewerber auch mit einem höheren Schulabschluss den Bonus erhalten.