Abschied von der 100-Watt-Glühbirne
Zum „Glühlampenausstieg“ ab dem 1. September 2009 erklärt der Dortmunder Bundestagsabgeordnete Marco Bülow:
Ab dem 1. September dürfen in der gesamten Europäischen Union keine herkömmlichen 100-Watt-Glühlampen mehr verkauft werden. Auch mattierte Glühlampen wird es von diesem Tag an nicht mehr geben. Mit der Umstellung auf Energiesparlampen sollen innerhalb der EU bis 2020 mehr als 15 Millionen Tonnen des klimaschädlichen CO2 eingespart und damit das Klima geschützt werden. Die Privathaushalte werden durch die Maßnahme erheblich Strom und damit Geld sparen.
Viele Dortmunder Bürgerinnen und Bürger haben mich in letzter Zeit auf die neue Regelung angesprochen. Sie hatten insbesondere Fragen zur Lichtfarbe, Haltbarkeit und Entsorgung von Energiesparlampen:
Das Licht der neuesten Energiesparlampen ist mittlerweile vergleichbar mit dem der herkömmlichen Glühlampen. Es gibt sie in vier unterschiedlichen Lichtfarben: von „extra-warmweiߓ bis „tageslichtweiߓ. Das Vorurteil, das Licht von Energiesparlampen sei immer bläulich, stimmt also nicht. Dennoch sollte man beim Kauf auf das Herstellungsdatum der Lampe schauen. Die älteren Lampen sind zwar meist billiger, sie entsprechen jedoch nicht dem neuesten Technikstand. Ihre Lichtfarbe ist daher nicht so natürlich wie die der neueren Lampen und sie haben vielfach auch eine längere Anlaufzeit. Mittlerweile lassen sich viele Energiesparlampen auch dimmen.
Die Lebensdauer der Sparlampen übersteigt die der herkömmlichen deutlich. Während die normalen Lampen ca. 1000 Betriebsstunden leuchten, kommen die energiesparenden auf 5000 bis 15 000 Stunden. Die etwas höheren Anschaffungskosten der Sparlampen machen sich durch diese lange Dauer also bezahlt - durch den Gebrauch sparen die Verbraucherinnen und Verbraucher nicht nur Energie, sondern auch bares Geld.
Ganz besonders wichtig ist, dass alle Energiesparlampen fachgerecht entsorgt werden. Da sie eine geringe Menge an Quecksilber enthalten, gehören sie keinesfalls in den Hausmüll, sondern in den Sondermüll, z. B. bei den Sammelstellen der Entsorgung Dortmund GmbH (EDG). Solche befinden sich u. a. auf der Alten Straße (Innenstadt-Ost), der Germaniastraße (Lütgendortmund) oder der Nortkirchenstraße (Hörde). Auch einige Händler nehmen die alten Lampen zurück, sie sind jedoch nicht dazu verpflichtet, diesen Service anzubieten.
Die unkomfortable Entsorgung der Energiesparlampen ist im Moment noch ein großes Problem. Leider werden zur Zeit nur ca. 10 Prozent der Lampen fachgerecht entsorgt, wodurch es zu erheblichen Umweltbelastungen kommt. Wir hätten viel eher darüber diskutieren müssen, wie wir dieses Müllproblem lösen. Die Hersteller von Energiesparlampen haben sich jetzt zusammengeschlossen und eine Firma beauftragt, die Rücknahme der Lampen zu organisieren. Auf der Internetseite www.lightcycle.de können auch die Dortmunder Verbraucherinnen und Verbraucher über eine Postleitzahl-Suche Sammelstellen in ihrer Nähe finden. Dies ist eine erste gute Initiative, wir müssen hier aber noch weitere Lösungen finden.
Weitere Informationen zum Glühlampenausstieg und zur Aktion finden Sie auch auf der Seite des Bundesumweltministeriums www.bmu.de.
Am 16. September werde ich in der Dortmunder Innenstadt eine Aktion durchführen, bei der Bürgerinnen und Bürger gegen eine kleine Schutzgebühr von 1€ neue Energielampen bekommen können. Außerdem erhalten Sie Informationen rund um das Energiesparen in den heimischen Wänden und zum Thema Energiesparlampen.


