Marco Bülow erklärt sich solidarisch mit Studierenden
Marco Bülow wendet sich mit folgendem Brief an die Studierenden:
Liebe Studentinnen und Studenten,
als Dortmunder Bundestagsabgeordneter erkläre ich mich mit euren Bestreben nach einer Verbesserung des Bildungssystems solidarisch. Eure Forderungen nach einer Verbesserung der Lage der deutschen Hochschulen haben die Debatte belebt. Ich teile eure Einschätzung, dass bei der Einführung der Bachelor- und Masterabschlüsse vieles fehlerhaft gelaufen ist und dass dringend Verbesserungen vorgenommen werden müssen.
Der Parteitag in Dresden hat dazu ein klares Zeichen gesetzt und deutlich gemacht, dass die SPD hinter den Forderungen der Studierenden steht. In Deutschland mehr Geld in die Bildung investiert werden. Es müssen gezielt mehr Personalstellen an den Hochschulen geschaffen werden. Dem stehen die Steuergeschenke der schwarz-gelben Bundesregierung entgegen. Des Weiteren setzt sich die SPD für eine gebührenfreie Bildung von der Kita bis einschließlich zum Master an der Hochschule ein. Bildung muss ein öffentliches Gut bleiben, damit ein Studium nicht abhängig ist von finanziellen Barrieren und jedem zugänglich bleibt. Wo die CDU bereits jetzt Studiengebühren eingeführt hat, müssen wir alles daran setzten, diese abzuschaffen.
Der Bologna-Prozess muss einer kritischen Überprüfung unterzogen werden. Das System aus B.A.- und M.A.-Abschlüssen braucht eine generelle Anpassung an die Lebenswirklichkeit. Es muss „entschult“ werden, so dass Studierende wieder frei entscheiden können, welche Inhalte sie interessieren und sie eigene Studienschwerpunkte ausbilden können. Das enge Korsett aus Anwesenheitspflichten und übertriebenen Klausurstress muss abgeschafft werden. Auch muss der Übergang von der B.A.- zur M.A.-Phase verbessert und erleichtert werden und die Zulassungsbeschränkungen zur M.A.-Phase müssen beseitigt werden.
Beim BAföG setzt sich die SPD für ein modernes und flexibles Modell ein. Neben einer allgemeinen Anpassung müssen in Zukunft auch Teilzeitstudiengänge und weiterbildende Master-Studiengänge gefördert werden.
Ich werde mich auch für eine starke und demokratische Hochschule einsetzten. Die SPD steht zur Hochschulautonomie und zur universitären Selbstverwaltung. Alle Gruppen und Gremien müssen bei Entscheidungen an den Universitäten eingebunden werden.
Die künftige Landtagswahl im Frühjahr 2010 wird für alle diese Forderungen richtungweisend sein. Wir müssen deutlich machen, dass die schwarz-gelbe Landesregierung in Nordrhein-Westfalen mit ihrer Hochschulpolitik versagt hat. Die Studierenden können sich auf die SPD verlassen!
Mit solidarischem Gruß



