Homepage
20.05.09 13:59 Alter: 3 yrs

Sigmar Gabriel zu Gast in Dortmund

 

Auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Marco Bülow sprach der Bundesumweltminister Sigmar Gabriel am 19. Mai 2009 im Reinoldinum in Dortmund über die aktuelle Klimapolitik und den anstehenden Bundestagswahlkampf.

?Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel sind zwei Seiten einer Medaille. Eine verantwortungsvolle Klimapolitik muss alles dafür tun, den globalen Klimawandel zu begrenzen und das Klima durch einen verringerten Treibhausgas-Ausstoß zu schützen. Die Gesellschaft muss aber auch auf unvermeidliche Folgen vorbereitet werden, wie höhere Temperaturen, den steigenden Meeresspiegel und eine andere Verteilung der Niederschläge", sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel auf seiner Rede in Dortmund. Es gehe darum, sich frühzeitig auf den Klimawandel einzustellen, um nicht von seinen wirtschaftlichen und sozialen Folgen überrollt zu werden, so Gabriel.

Der Bundesminister machte in seiner Rede deutlich, dass die Anpassung an den Klimawandel nicht alleine Risikovorsorge bedeute, sondern auch Chancen eröffne. ?Wer rechtzeitig die Chancen und Risiken erkennt, wird auch den ökonomischen Nutzen ziehen und damit Arbeitsplätze und Wohlstand sichern können?, sagte der Bundesumweltminister. Eine intelligente Anpassung berge auch gute Perspektiven für Innovation und Beschäftigung. Die Erneuerbaren Energien zum Beispiel sind ein hervorragendes Zugpferd für Klimaschutz, wirtschaftliche Entwicklung und zukunftsfeste Arbeitsplätze. ?Wir sind mit dem konsequenten Ausbau der Erneuerbaren Energien klima- und industriepolitisch auf dem richtigen Weg. Mittlerweile haben die Erneuerbaren Energien einen Anteil von 9,7 Prozent am gesamten Endenergieverbrauch von Deutschland. Insgesamt rd. 278.000 Beschäftigte arbeiten in dieser Branche.?

Sigmar Gabriel äußerte sich zum Schluss auch zur Bundespolitik. Er machte deutlich, dass es darauf ankomme, in den bevorstehenden Wahlen für eine deutliche Mehrheit der SPD zu kämpfen. Die SPD habe in der Großen Koalition einiges erreicht und viel Negatives verhindert. Nun müsse man das auch in den Gesprächen mit den Bürgerinnen und Bürgern deutlich machen. Er appellierte an die Genossen einen engagierten Wahlkampf zu führen und versicherte, dass die SPD die Union Ende September auch wieder überholen werde.