Anti-Atom-Demonstrationen waren ein voller Erfolg
Die bundesweiten Proteste gegen die von CDU/CSU und FDP angestrebte Laufzeitverlängerung auf bis zu 60 Jahre haben am vergangenen Wochenende rund 150.000 Menschen auf die Straße getrieben. In Norddeutschland protestierten zwischen dem Atomkraftwerk Brunsbüttel und Krümmel über 120.000 Atomkraftgegner. Am Atomzwischenlager in Ahaus und am Kraftwerk in Biblis gab es weitere Demonstrationszüge.
Zusammen mit vielen Dortmunder Genossinnen und Genossen bin ich zur zentralen Kundgebung am Zwischenlager Ahaus gereist. Vor der Abfahrt gab es am Dortmunder Hauptbahnhof eine Aktion gegen die geplanten Laufzeitverlängerungen: 60 schwarze Luftballons, die wir in den Himmel aufsteigen ließen, sollten symbolisch auf die Pläne der Bundesregierung, die AKW-Laufzeiten auf 60 Jahre zu verlängern, aufmerksam machen. In Ahaus zogen wir mit rund 5.000 – 6.000 Menschen nach einer zentralen Kundgebung zum Zwischenlager. Das gute Wetter und die ausgelassene Stimmung machten diese Aktion zu einem riesigen Erfolg.
Die Protestaktionen gehörten zu den größten Demonstrationen gegen Atomkraft seit mehreren Jahrzehnten. Angesichts der großen Beteiligung sollten sich Angela Merkel und Jürgen Rüttgers dringend überlegen, ob sieweiterhin eine Politik vertreten wollen, die sich gegen die Überzeugung einer breiten Mehrheit in der Bevölkerung richtet. Besonders Jürgen Rüttgers hatte im Vorfeld die Wahl am 9. Mai zu einem Stimmungstest der Bevölkerung für die Nutzung der Atomenergie in Deutschland ausgerufen. Dies sollte ihm ein deutliches Zeichen gegeben haben.
Die Demonstrationen haben gezeigt, dass die Menschen Atomenergie nicht wollen. Nur mit der SPD kann an dem ausgehandelten Atomausstieg festgehalten werden. Sie setzt auf eine ökologische und wirtschaftliche Energieversorgung durch Erneuerbare Energien und nicht auf veraltete und gefährliche Atomenergie.
Ein Video zur Demonstration in Ahaus finden Sie hier




