09.09.13 15:18 Alter: 3 Jahre

Bülow fordert Aufklärung zu Polizeieinsatz beim BVB-Spiel

Der Dortmunder SPD-Bundestagsabgeordnete Marco Bülow bittet das Innenministerium NRW, die Vorgänge vor dem Spiel des BVB gegen Braunschweig transparent aufzuklären. Das Fanzine „schwatzgelb“ hatte dargestellt, dass immer noch viele Fragen – auch zum Einsatz der Polizei beim Spiel in Gelsenkirchen gegen Saloniki – unbeantwortet geblieben sind.


In einem Brief an Innenminister Jäger machte Bülow deutlich, dass die Fans des BVB und der Verein ein Recht auf umfassende Informationen zum Vorgehen der Polizei haben. Zudem plädierte er dafür, dass das Innenministerium den Dialog mit den Fans, den Fanabteilungen und dem Verein verstärkter suchen sollte.

 

Laut Bülow hatte Innenminister Jäger in mehreren Interviews - unter anderem im letzten Jahr in der TAZ - davon gesprochen, dass er „grundsätzlich…die Fans – und dazu zählen auch die Ultras – mit in einem Boot haben“ wolle. Nach dem unverhältnismäßigen Einsatz der Polizei beim Spiel des BVB gegen Braunschweig bezweifelt der Dortmunder Abgeordnete, ob so ein gemeinsamer Dialog aussehen kann.

 

Marco Bülow: „Natürlich müssen gewaltbereite Hooligans bekämpft werden. Aber Ultra-Gruppen unter einen Generalverdacht zu stellen, so wie es die  Polizei nach Angaben unter anderem der Fanabteilung des BVB gemacht hat, ist nicht richtig. Bei der Aktion wurde viel Vertrauen bei den Fans zerstört. Ich halte es für unangemessen, dass Fans zum Teil ohne Begründung kontrolliert worden sind. Es ist unbedingt notwendig, den Dialog mit den Fans, Fanabteilungen und dem Verein – falls noch nicht in ausreichender Weise geschehen – zu suchen, damit solche Vorkommnisse nicht noch einmal passieren. Wir brauchen selbstverständlich Polizei- und Sicherheitskräfte. Sie sollen ihre Arbeit machen. Aber unbescholtene Fans sollten davon nicht negativ betroffen sein.“