20.01.16 10:30 Alter: 251 Tage

Dortmund braucht sozialen Arbeitsmarkt

Die SPD- Mandatsträger Volkan Baran (Rat der Stadt) und Marco Bülow (MdB) haben in Dortmund auf einem Pressegespräch ihr Forderungspapier zur Arbeitsmarktpolitik vorgestellt.


Sie fordern darin unter anderem eine aktive Arbeitsmarktpolitik des Bundes, die sich an den regionalen Besonderheiten der Arbeitsmärkte vor Ort orientiert. Im Gegensatz zum bundesweiten Trend wirkt in Dortmund die Langzeitarbeitslosigkeit immer noch wie festgefroren. Hierzu erklären die beiden Mandatsträger:

 

"In Dortmund gibt es gute Konzepte um die Langzeitarbeitslosigkeit zu bekämpfen, wie beispielsweise das Konzept des Rates Neue Ökonomie für Dortmund. Ein besonderes Anliegen ist es auch, die Arbeitslosigkeit der U 25 in den Griff zu kriegen. Aber um langfristige und nachhaltige Arbeitsplätze, vor allem auch Einfacharbeitsplätze, zu schaffen, ist die Hilfe des Bundes unabdingbar", so Volkan Baran, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD Fraktion im Rat der Stadt.

 

In Dortmund sind 45% aller Arbeitslosen länger als ein Jahr ohne Beschäftigung, im Bund hingegen sind es nur 37,7%, mit fallender Tendenz.

 

"Wer eine effiziente Arbeitsmarktpolitik machen will, darf nicht nach dem Gießkannenprinzip verfahren, sondern muss auf die regionalen Besonderheiten achten. Viele Menschen sind enttäuscht, dass sich die öffentliche und die politische Debatte nur noch um das Thema Flüchtlingsfrage dreht und haben den Eindruck, dass ihre Themen und Anliegen vergessen werden. Die soziale Frage muss wieder in den Mittelpunkt gerückt werden und hierbei steht für mich die Forderung nach einem sozialen Arbeitsmarkt im Zentrum. Der Bund muss hier endlich handeln und die entsprechenden finanziellen Mittel bereitstellen. Diese Mittel sind vorhanden", so Marco Bülow, Mitglied des Deutschen Bundestages.

 

Die komplette Erklärung ist der Pressemitteilung angefügt. Die Mandatsträger werden nun dieses Papier in ihrem Bereich einbringen und sich um weitere Mitstreiter bemühen.