14.09.16 12:11 Alter: 224 Tage

Walderhalt und Wiederaufbau von Wäldern ist Klima- und Artenschutz

Seit 1989 ist am 14. September der Internationale Tag der Tropenwälder. Die Reduzierung der Waldflächen durch die Veränderung der Landnutzung hat den Anteil der Tropenwälder von 20 auf nur noch sieben Prozent der globalen Landfläche sinken lassen. Das Engagement des Bundes für den Schutz, den Erhalt sowie Wiederaufbau von Wäldern und Waldstrukturen sowie für eine damit verbundene Waldfinanzierung darf nicht nachlassen.


Dazu erklären die zuständigen Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion Petra Crone und Marco Bülow:

 

Die SPD-Bundestagsfraktion begrüßt den Erfolg der "Bonn Challenge". Die vom BMUB geschaffene, international anerkannten Aktionsplattform verfolgt das Ziel, weltweit bis zum Jahr 2020 150 Millionen Hektar an Wäldern wieder aufzubauen. Das entspricht mehr als vier Mal der Fläche Deutschlands. Der Wiederaufbau von Wäldern ist damit eine zentrale Lösung für zwei der drängendsten Probleme unserer Zeit: den Klimawandel und das Artensterben. 70 Prozent aller Arten auf der Welt leben in den Tropenwäldern. Die Artenvielfalt ist von zentraler Bedeutung für die Stabilität von Ökosystemen, und jeder Eingriff schadet letztlich auch den Menschen.

 

Bis 2030 sollen 350 Millionen Hektar Wald wiederaufgebaut werden. Allein mit dieser Maßnahme ließen sich fünf bis acht Prozent der Klimaschutzfortschritte erzielen, die für das Erreichen des 2-Grad-Ziels nötig sind.

 

Wir dürfen in unseren Bemühungen nicht nachzulassen. Das Potential für den Wiederaufbau von Wäldern ist in den Tropen und Subtropen weiterhin hoch. Die SPD-Bundestagsfraktion unterstützt das Vorhaben der Bundesregierung, bis zum Jahr 2020 nochmals 200 Millionen Euro aus der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) für die Förderung zu verwenden.

 

Neben dem Waldwiederaufbau darf aber auch der Walderhalt nicht vernachlässigt werden. Dies zeigt sich aktuell im Yasuni-Nationalpark. Im geschützten Gebiet des Nationalparks hat der ecuadorianische Staatskonzern Petroamazonas kürzlich begonnen, Öl zu fördern. Es droht die Zerstörung eines der artenreichsten Regenwälder der Welt und die Vertreibung der indigenen Bevölkerung. Wir verurteilen die Ölförderung im Yasuni und fordern mehr Einsatz für den Schutz tropischer Regenwälder.