13.04.17 16:25 Alter: 13 Tage

Armuts- und Reichtumsbericht ist alarmierend

Der neue Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung zeigt, dass sich das Problem der sozialen Ungleichheit immer weiter verschärft. Hierzu erklärt der SPD-Bundestagsabgeordnete Marco Bülow:


"Der Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung ist ein deutliches Alarmsignal. Die Vermögensungleichheit nimmt immer weiter zu. Die reichsten zehn Prozent der Haushalte in Deutschland besitzen mehr als die Hälfte des gesamten Netto-Vermögens - die untere Hälfte nur ein Prozent. Zudem gibt es Reallohn-Verluste bei den unteren Einkommen. Die unteren 40 Prozent der Beschäftigten haben 2015 real weniger verdient als Mitte der 90er Jahre. Die Chancengleichheit sinkt weiter, die Ungleichheit gefährdet Wachstum und Wohlstand.


Keine Zensur!

Es kann auch nicht sein, dass dieser Bericht vor Veröffentlichung zensiert wird. Unliebsame Ergebnisse der Studie werden geschönt oder fallen raus. Wissenschaftliche Zahlen und Daten werden zurückgehalten. Und das in einer freien Demokratie. Ein Skandal.


Dass die Union das Thema nicht begriffen hat zeigt, dass sie darauf verweisen, dass wir wirtschaftliches Wachstum haben. Das Problem aber ist, dass wir ein sehr reiches Land sind aber immer weniger Menschen im Land davon profitieren.

 

Die Union will keine Diskussion über soziale Ungleichheit. Sie wollen Wohlstand generieren, ohne die Ungleichheit zu bekämpfen. Dass ist ein großer Irrtum. Im Gegenteil - unserWohlstand ist aufgrund der Ungleichheit in Gefahr. Das besagen mittlerweile auch Studien und viele Experten. Die Eliten kapseln sich mehr und mehr ab, Aufstiegschancen werden dafür weniger. Wir brauchen deshalb endlich eine Diskussion - in Medien und Parteien - über Maßnahmen, um diese Ungleichheit zu bekämpfen.


Ich engagiere mich schon seit langem in dieser Frage. Ich habe zum Thema wachsende Ungleichheit ein ausführliches Dossier erstellt, mit Forderungen, die die Ungleichheit bekämpfen. Das Dossier finden Sie hier:

www.marco-buelow.de/soziale-ungleichheit/dossier-wachsende-ungleichheit.html