Bülow und Neuschäfer fördern Ausbau des Projekts „Sprach Kitas“

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist im Januar 2016 mit dem Bundesprogramm „Sprach Kitas“ zur Förderung alltagsintegrierter sprachlicher Bildung und der Chancengleichheit gestartet. Es richtet sich an Kitas, die von einem überdurchschnittlich hohen Anteil von Kindern mit besonderem sprachlichem Förderbedarf besucht werden. Im Wahlkreis 142 werden 16 Kitas über dieses Programm gefördert. Der Dortmunder SPD-Bundestagsabgeordnete Marco Bülow und der SPD- Stadtbezirksvorsitzende aus Innenstadt- West Kai Neuschäfer haben sich in dieser Woche gemeinsam ein Bild von diesem Projekt in der Fabido-Kita am Friedrich-Henkel-Weg gemacht.

"Ich bin sehr beeindruckt, wie hier über die Sprachförderung die Integration von Kindern vorangebracht wird. Es wäre wichtig dieses Programm auf alle Kitas auszuweiten und die finanziellen Mittel durch den Bund entsprechend bereitstellen zu lassen und zu verstetigen. Ebenso wäre es wichtig die Förderung der Bilingualität stärker zu fördern.", so Marco Bülow, MdB.

Das Programm "Sprach Kitas" soll von 2016 bis 2019 laufen, der Bund stellt dazu jährlich bis zu 100 Mio. € zur Verfügung. Aus diesen Mitteln werden zusätzliche Fachkräfte im Bereich sprachliche Bildung und eine zusätzlich Fachberatung für jeweils 10-15 Kitas gefördert.

Der Kita-Alltag wird genutzt, um die Kinder in ihrer Sprachentwicklung anzuregen und zu fördern. Die Pädagogen ermutigen die Kinder und Erwachsenen, Vorurteile, Diskriminierung und Benachteiligung kritisch zu hinterfragen.

"Kritisch wird es, wenn Mitarbeiter aus Krankheitsgründen ausfallen. Hier gibt es nur eine dünne Personaldecke um diese Ausfälle aufzufangen. Hier wäre es besser, wenn das Land mehr Mittel zur Verfügung stellen würde, um einen Pool an Fachkräften bereitstellen zu können, die einspringen, wenn Mitarbeiter krankheitsbedingt ausfallen. Hierfür werde ich mich auf Landesebene stark machen." erklärt Kai Neuschäfer.

Aber nicht nur die Kinder werden innerhalb dieses Programms angesprochen, sondern auch deren Eltern. Die Eltern werden von den Mitarbeitern beraten, wie sie auch zu Hause ein sprachanregendes Umfeld schaffen können.

"Allgemein zeigt sich sowohl in der Schule als auch in den Kindergärten, dass das Personal immer mehr Aufgaben übernehmen muss, vor allem im sozialen Bereich. Ich bin der Meinung, dass man Sozialarbeit, wie sie an den Schulen eingesetzt wird, auch auf Kindergärten ausweitet. Der Bund steht hier für mich in der Pflicht dies entsprechend zu finanzieren und darf sich beim Thema Schulsozialarbeit nicht aus der Verantwortung stehlen. Zudem möchte ich unterstreichen, dass angesichts der Arbeitsbelastung und der hohen Verantwortung, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kindergärten tragen, diese unterbezahlt sind.

Ich werde mich in meiner Fraktion stark machen, dass die Schulsozialarbeit ausgeweitet wird und der Bund seine Verantwortung in diesem Bereich übernimmt. ", erklärt Marco Bülow abschließend.