Deine Armut kotzt mich an

Jetzt fangen wieder diese Neiddebatten an. „Wir haben
uns unseren Reichtum doch redlich verdient, sollen sich
die Nichtsnutze doch anstrengen …“

… Blödsinn! Viele haben ihren Reichtum geerbt, nicht
erarbeitet. Wer in Armut aufwächst, kann sich auch mit
Fleiß kaum daraus befreien. Die Aufstiegschancen gehen
zurück, die Mittelschicht schmilzt. Die Zahl der Menschen,
die in Armut leben, wächst auf über 12 Millionen.

82% der Deutschen empfinden die Ungleichheit als zu groß.
Sie haben Recht: Nirgends in Europa ist die Vermögensungleich-
heit so groß wie in Deutschland. 10% besitzen über 60%, während
die Hälfte der Bevölkerung auf 1-3% des Vermögens kommt. Ein
DAX-Vorstandsvorsitzender erhält das 167-fache eines
durchschnittlichen Einkommensbeziehers.
Das ist nicht redlich verdient, das ist obszön.

 

Siehe zum Thema Ungleichheit auch mein umfassendes Dossier (http://www.marco-buelow.de/uploads/media/Marco_Buelow_-_Dossier_Wachsende_Ungleichheit.pdf) und das Tacheles „Obszön: Deutschland Spitzenreiter bei steigender Ungleichheit“.

 

3 Kommentare
  1. Thorsten Kleinsorge
    Thorsten Kleinsorge sagte:

    Tja, und der Dicke an der Spitze der SPD mischt da ordentlich mit und ermöglicht das…

    Kein Wunder, dass Euch die Wähler davon laufen…
    Wer unglaubwürdige Politik macht, darf nicht darauf vertrauen, dass er damit ungestraft davon kommt.
    Bei der Bundestagswahl 2017 wird es einen Umbruch in der Parteienlandschaft geben, soviel ist sicher.

    Und dank der Politik der Bundesregierung, die sich einen feuchten Dreck um die Interessen der Bürger dieses Landes kümmert, sondern sich von der Großindustrie (und von den Amerikanern!) vorschreiben läßt, wohin gerudert wird, wird dieser Umbruch zugunsten von Parteien stattfinden, die eigentlich niemand haben will…
    Aber machen wir uns nix vor: eine CDU / SPD, welche ausschließlich nach der Pfeife der Mächtigen und Reichen tanzt, braucht auch keine Sau!

    Sodann, warten wir´s ab…

    PS: und Politiker, die sich ihrer Stimme bei der Abstimmung für ein Gesetz zum Frackingverbot in Deutschland enthalten, sind auch nicht besonders glaubwürdig…

    Antworten
    • Marco Bülow
      Marco Bülow sagte:

      Ich war schon immer ein Frackinggegner und habe das oft genug öffentlich kundgetan. Wenn ich mich der Stimme enthalte, hat das Gründe. In der Regel erkläre ich mein abweichendes Stimmverhalten durch persönliche Erklärungen, die sich auch auf meiner Homepage finden. So auch in diesem Fall: http://www.marco-buelow.de/neuigkeiten/meldung/artikel/2016/april/persoenliche-erklaerung-fracking.html . Ich würde mir wünschen, dass man sich die Mühe macht, sich erst einmal darüber zu informieren, bevor man jemand öffentlich als unglaubwürdig diffamiert. Einfaches schwarz-weiß-Denken hilft uns nicht weiter. Dann sind wir nämlich wirklich schnell bei den Parteien, die hoffentlich niemand will.

      Antworten
  2. Ben
    Ben sagte:

    es wird durch alle Parteien hindurch leider nicht grundsätzlich das System hinterfragt, welches dazu führt. Höhere Steuern bei Millionen-Erbschaften, Kapitaleinkünften (bitte höher als jede Einkommensteuer), und Einkommenssteuer bei den Millionen-Verdienern sind zwar richtig und wichtig. Es muss aber viel mehr gefragt werden, wie diese Vermögen zustande kommen und was sie so gefährlich macht. Es wird Zeit, sich mit Silvio Gesell’s Natürlicher Wirtschaftsordnung auseinander zu setzen. https://de.wikipedia.org/wiki/Freiwirtschaft

    Mich würde mal interessieren, bei wie vielen in ihrer Partei (und bei anderen) Silvio Gesell überhaupt ein Begriff ist. Kennen Sie seine Thesen bereits? Was halten Sie von diesen?

    Keine Partei traut sich, den Kapitalismus grundsätzlich in Frage zu stellen. Als wäre dann die einzige Alternative Kommunismus – mehr hat man in der Schule ja tatsächlich auch nicht kennengelernt…

    Antworten

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.