Erklärung zur Diskussion über Minijobs und Arbeitszeitvolumen

Laut IAB hat sich das Arbeitszeitvolumen von 46,2 Mrd. (2005) auf 51 Mrd. (2016) verändert. Dies ist keine große Steigerung, dennoch ist das Volumen gestiegen. Vor allem der Anstieg bei Teilzeit von 7,5 Mrd. (2005) auf 10,9 Mrd. (2016) ist beachtlich. Insgesamt hat es eine Verschiebung von Vollzeit zu mehr Teilzeit gegeben: Der Anteil des in Vollzeitbeschäftigung erbrachten Arbeitsvolumens ist von 82,47% auf 76,74% gesunken. Der Anteil des in Teilzeitbeschäftigung erbrachten Arbeitsvolumens ist von 16,3% auf 21,37% gestiegen. Der Anteil des in Nebenjobs erbrachten Arbeitsvolumens ist von 1,23% auf 1,31% gestiegen.

Es lässt sich also zusammenfassen: der reguläre Vollzeitjob nimmt immer mehr an Bedeutung ab. Aber: nicht jede oder jeder, der in Teilzeit arbeitet, macht das freiwillig. Wichtig ist, dass wir diejenigen, die gern mehr Stunden arbeiten möchten, unterstützen, dies auch zu tun.

Vor allem die Union hat die Ausweitung von Teilzeit und Minijobs immer befürwortet. Daher ist es unglaublich, dass jetzt ausgerechnet ihr Generalsekretär Peter Tauber Meschen die von drei Minijobs leben müssen verhöhnt.