Flamanville zeigt erneut Verletzbarkeit der Atomenergie!

In einer Maschinenhalle im nordfranzösischen Atomkraftwerk Flamanville ist es heute zu einem Feuer und anschließend zu einer Explosion gekommen. Dazu erklärt der Bundestagsabgeordnete Marco Bülow: Der heutige Vorfall im französischen AKW Flamanville zeigt erneut, dass Technik und Menschen in Atomkraftwerken nicht perfekt funktionieren und Unfälle – ob im nuklearen oder nichtnuklearen Teil – jederzeit möglich sind.

Durch das mit dem Alter der Anlagen zunehmende Unfallrisiko steigt die Gefahr für die Menschen in Europa stetig an. Anstatt Laufzeiten von Uraltmeilern immer mehr zu verlängern – frei nach dem Motto: wird schon irgendwie gutgehen -, muss jetzt endlich auch europaweit gehandelt werden: Wir brauchen einen konkreten Fahrplan für einen EU-weiten Atomausstieg.

  

Es reicht nicht allein in Deutschland in den nächsten fünf bis sechs Jahren die restlichen AKW dauerhaft abzuschalten. Die Gefahr lauert trotzdem noch an Deutschlands Grenzen und bedroht Millionen von Menschen. In Belgien, Frankreich, Tschechien und der Schweiz stehen alte Schrottmeiler direkt an der deutschen Grenze. Frankreich und Belgien mussten in letzter Zeit immer wieder einen beträchtlichen Teil ihrer nuklearen Energieerzeuger herunterfahren, weil es Pannen und Unregelmäßigkeiten gab. Diese werden in Zukunft nicht weniger, sondern mehr werden. Daher wird es immer dringlicher, sich besonders für ein Abschalten dieser grenznahen Reaktoren einzusetzen.