Gemeinsam für einen Lichtblick im B1 Tunnelbau

Auf Einladung der beiden Dortmunder SPD-Bundestagsabgeordneten Marco Bülow und Sabine Poschmann haben sich gestern Vertreter der örtlichen SPD, der Bezirksvertretung, der B1-Initiative und Herr Stefan Peltzer von der IHK an der B1/Ecke Lübkestraße bezüglich des B1-Tunnels getroffen. Anlass ist die Herabstufung dieses Projekts im aktuellen Bundesverkehrswegeplan und die damit möglicherweise verbundene Verschiebung des Baubeginns auf die nächsten Jahrzehnte.

Bei dem Treffen wurde deutlich, wie dringend notwendig der Bau eines B1 Tunnels für die dortigen Anwohner*innen und die Stadt Dortmund ist.

"Ich setze mich schon seit langem für die zügige Umsetzung des für die Anwohner*innen und die Stadt Dortmund so wichtigen Projekts des Baus eines B1 Tunnels ein. Es ist nicht hinnehmbar, dass der Bau in seiner Priorität im Bundesverkehrswegeplan zurückgestuft wurde. Dies muss sich ändern. Die Lärm- und Schadstoffemissionen müssen dringend gesenkt werden. Hier wäre der Tunnelbau, in Verbindung mit entsprechenden Filtern an den Ausgängen der Tunnelbelüftungen eine gangbare Lösung. Auch für den Durchgangsverkehr würde dieses Projekt eine gute Lösung darstellen", erklärt Marco Bülow bei dem Termin vor Ort.

Der Vertreter der IHK ergänzte bei dem Treffen, dass die Ruhrgebiets IHKs bei einem "Stresstest Straße" eine Untersuchung erstellt haben, die die Forderungen nach einem Tunnel unter der B1 unterstreicht.

"Wir setzen uns dafür ein, dass das Bundesverkehrsministerium den Bau des B1 Tunnels wieder den vorrangigen Bedarf einräumt. Zumindest die finanziellen Mittel der weiteren Planung müssen gesichert sein. Denn diese nimmt mindestens zehn Jahre in Anspruch. Der B1-Tunnel muss kommen. Ansonsten macht der sechsspurige Ausbau wenig Sinn, weil die Ampel den Verkehr wieder ausbremsen", so Sabine Poschmann, MdB.

Besonders unverständlich ist, dass das Bundesverkehrsministerium bei der Beurteilung des B1 Tunnelprojektes die städtebaulichen Auswirkungen nicht berücksichtigt hat und bei den Auswirkungen auf Emissionen, sogar zu einem negativen Urteil über die möglichen Auswirkungen des Tunnelbaus kommt.

Die Vertreter der SPD Innenstadt Ost und der Bezirksvertretung machten bei dem Termin vor Ort darauf aufmerksam, dass eine barrierefreie Querung der B1, beispielsweise zu Ärzten oder zur Haltestelle, zurzeit nicht gegeben sei. "Die derzeitige Lösung ist für Rollstühle und Kinderwagen nicht geeignet und für Rollatoren eine Zumutung. Die Untertunnelung der B1 könnte hier Abhilfe schaffen und die Wohnqualität der Anwohner*innen verbessern" unterstreicht SPD Ratsmitglied Heinz-Dieter Düdder.

Das Bundesministerium für Verkehr wird, nachdem am 2. Mai die Einspruchsfrist für den Bundesverkehrswegeplan abgelaufen ist, die Einreichungen prüfen, gegebenenfalls übernehmen, um dann den neuen Plan der Bundesregierung zum Beschluss vorzulegen und die parlamentarischen Beratungen zu beginnen.

Nach dem gestrigen Treffen waren alle Vertreter*innen sich einig, dass man sich gegenüber dem Ministerium und bei den weiteren Beratungen bei der Bundesregierung und im Bundestag dafür stark machen will, dass der Bau des B1 Tunnels zügig vorankommt.