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Ausbildungswilligkeit der Unternehmen sinkt – Neue Ausbildungsbroschüre

Zur Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt erklärt der Dortmunder SPD-Bundestagsabgeordnete Marco Bülow: „Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt ist sehr differenziert zu betrachten. Die Zahl der Ausbildungsstellen ist zwar um 6 Prozent gestiegen, aber der Rückgang der Zahl der Betriebe, die ausbilden, ist besorgniserregend. Immer mehr Betriebe ziehen sich aus ihrer Verantwortung für die Ausbildung zurück, obwohl sie gleichzeitig über einen Fachkräftemangel klagen. Im Jahr 2011 suchten weit über 75.000 Jugendliche erfolglos einen Ausbildungsplatz. Eines ist aber klar: Ohne Ausbildungsplatz ist vielen Jugendlichen der Weg in eine erfolgreiche Zukunft versperrt.Die Zahl der Ausbildungsplatzsuchenden ist in NRW um 7,7 Prozent gestiegen. Diese unerwartet hohe Zahl gilt als Vorläufer des „Doppel- Abi-Jahrgangs“ 2013. Ich habe mit vielen Beteiligten über diese Problematik gesprochen und versucht hier zu sensibilisieren. Grundsätzlich sind die meisten vorbereitet, aber dennoch ist mit erheblichen Belastungen zu rechnen.

In Dortmund ist die Zahl der Bewerber im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Hier meldeten sich seit Beginn des Berichtsjahres 2,5 Prozent mehr als 2011. Erfreulich ist, dass 5,8 Prozent mehr Ausbildungsstellen angeboten werden als Im Vorjahr. Diese Bemühungen der Akteure am Dortmunder Ausbildungsmarkt ist gar nicht hoch genug zu bewerten. Ich rufe aber dennoch alle Dortmunder Unternehmen auf, hier nicht nachzulassen, sondern sich weiterhin stark zu engagieren – denn auch hier werden weiterhin viele Jugendliche leer ausgehen. Nach Zahlen der Agentur für Arbeit sind im vergangenem Jahr über 200 Jugendliche in Dortmund ohne Ausbildungsplatz geblieben. Momentan sind laut der Agentur für Arbeit in Dortmund etwa 2.000 Jugendliche ohne eine weitere Perspektive. Es muss alles dafür getan werden, damit diese Jugendlichen einen Ausbildungsplatz bekommen.

Junge Frauen und Jugendliche mit Migrationshintergrund profitieren nicht vom Positivtrend
Von dem leichten Aufschwung auf dem bundesweiten Ausbildungsstellenmarkt 2011 profitierten aber nur junge Männer – zum Beginn des Ausbildungsjahres im Oktober wurden insgesamt 1,2 Prozent mehr Verträge abgeschlossen. Leider sank die Zahl bei jungen Frauen dagegen um 1,2 Prozent.

Eine weitere Gruppe, die mit Schwierigkeiten zu kämpfen hat, sind Jugendliche mit Migrationshintergrund. Sie erreichen nur eine Quote von 33,5 Prozent, halb so hoch wie bei Bewerbern ohne Migrationshintergrund. Dies sind bedenkliche Entwicklungen. Ich werde mich daher besonders dafür einsetzen, dass alle die gleichen Chancen auf einen Ausbildungsplatz haben.

Recht auf Ausbildung
Jugendliche als „nicht ausbildungsreif“ abzustempeln, so wie es einige Arbeitgeber tun, ist nicht zielführend. Vielmehr muss der Übergang von der Schule in eine Berufsausbildung ohne unnötigeWarteschleifen ermöglicht werden. Ich unterstütze die SPD-Bundestagfraktion in der Forderung nach einem Recht auf Ausbildung. Zentrale Voraussetzungen sind dafür der Ausbau der persönlichen Begleitung und der Beratung in den Schulen, die betriebliche Einstiegsqualifizierung und die Weiterentwicklung des regionalen Bildungsmanagements.

Natürlich müssen sich nicht nur die Betriebe bewegen, sondern auch die Jugendlichen sind gefragt. Sie sollten sich bei ihrer Ausbildungsplatzsuche flexibel zeigen und sich beispielsweise nicht nur auf einen Ausbildungsberuf konzentrieren, sondern auch Alternativen in Betracht ziehen. Hilfreich bei der Suche sind die zahlreichen Beratungsmöglichkeiten bei der Agentur für Arbeit oder bei der IHK und HWK.

Ausbildungsbroschüre 2012
Auch dieses Jahr habe ich als Service für die Ausbildungsplatzsuchenden wieder eine aktualisierte Version meiner Ausbildungsbroschüre aufgelegt. Diese Broschüre enthält Wissenswertes rund um die Bewerbung für eine Ausbildungsstelle. Man erhält sie in meinem Bürgerbüro in Dortmund, am Brüderweg 10-12 und kann sie auf meiner Homepage www.marco-buelow.de finden.“

E2D2 – Bremsen der Energiewende lösen und auf dezentrale Strukturen setzen

Die Energiepolitik der Bundesregierung manifestiert alte Oligopolstrukturen und bremst neue Innovationen. Wenn wir jedoch eine echte Energiewende wollen, müssen wir nicht nur generell auf die Erneuerbaren Energien, sondern auch auf dezentrale Erzeugungsstrukturen setzen, unsere Anstrengungen bei der Energieeffizienz massiv verstärken und mehr Bürgerbeteiligung ermöglichen.

Wir müssen konkrete politische Schritte einleiten, die deutlich über den Ausstieg aus der Atomenergie und die Förderung von Großprojekten hinausgehen. 100% Erneuerbare Energien sind mittelfristig möglich, die Vorschläge liegen auf dem Tisch – wir müssen die Chancen, die sich uns bieten, nun auch ergreifen.

Am Ende muss die Energiewende auf die Formel E2D2 konzentriert werden: Erneuerbar, Effizient, Demokratisch, Dezentral! 

Keine europäische Förderung von unwirtschaftlicher Atomenergie

Zur Diskussion über Subventionen für die Atomenergie erklärt der zuständige Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion Marco Bülow:

Die Forderung, Atomkraft als klimafreundliche Zukunftsenergie anzuerkennen, die genauso gefördert werden soll wie Erneuerbare Energien, erscheint ein Jahr nach Fukushima wie ein Treppenwitz. Die Bundesregierung muss dieses absurde Anliegen rigoros in die Schranken weisen. Wer so unbelehrbar ist, der muss eben von anderen wachgerüttelt werden.

Fukushima hat traurigerweise bewiesen, dass die Atomenergie nicht beherrschbar ist und ein immenses Sicherheitsrisiko darstellt. Der Vorstoß Großbritanniens, Frankreichs, Polens und Tschechiens zeigt aber auch eindeutig, dass Atomenergie wirtschaftlich keine Zukunft hat. Durch Milliardensubventionen in den vergangenen Jahrzehnten und die Vergesellschaftlichung der Folgekosten sind alte abgeschriebene Atomkraftwerke zwar sehr profitabel, der Neubau von Reaktoren rechnet sich aber nirgends auf der Welt. Wenn selbst in Großbritannien, dem Vorreiterland des völlig liberalisierten Marktes, das sich immer gegen jeden staatlichen Interventionismus wendet, nach staatlicher Förderung geschrien wird, dann ist das der stechende Beweis, dass es einfach nicht möglich ist, neue Atomkraftwerke privatwirtschaftlich zu errichten. Sie sind in Zukunft auch ökonomisch nicht konkurrenzfähig zu Erneuerbaren Energien. Daher lassen sich einfach keine Investoren finden, die dieses wirtschaftliche Harakiri mitspielen wollen. Dass dies der deutsche Steuerzahler tun soll, ist geradezu unverschämt.

Sollte die Forderung dieser vier Länder Gehör finden, müssen die Verantwortlichen damit rechnen, dass die Anti-AKW-Bewegung erneut massiven Zulauf bekommt und es zu massiven Widerstandsaktionen kommt – und zwar europaweit. Auch dort, wo man es vielleicht noch nicht gewohnt ist. In Zeiten, in denen an allen Ecken und Enden gespart werden muss und der Bevölkerung immer mehr zugemutet wird, werden die Menschen nicht akzeptieren, dass ausgerechnet eine Technologie gefördert werden soll, die nachweislich eine Gefahr für sie darstellt.

Die SPD-Bundestagsfraktion fordert die Bundesregierung daher auf, die Umsetzung solcher Pläne zu verhindern und sich stattdessen für einen europaweiten Atomausstieg zu engagieren.

Resolution und Erklärung zur Finanzmarktkrise

Die SPD-Bundestagsfraktion hat sich in verschiedenen Papieren deutlich zur Forderung einer Finanzmarktregulierung geäußert.

Gerade die jüngste Debatte zeigt, wie unwillig die Bundesregierung selbst ist, die überall geforderte Finanztransaktionssteuer und die Regulierung einzusetzen, um somit den Druck auf die Europäische Ebene aufrecht zu erhalten. Zudem sollten die einzuführenden Maßnahmen der Finanzwirtschaft auch im bald zu erstellenden Regierungs(Wahl-)programm aufgenommen werden.
Dazu habe ich auch für den Dortmunder Parteitag der SPD eine Resolution verfasst, welche die Forderungen der Bundestagsfraktion unterstützt. Zur weiteren Erklärung dieses Themenspektrums habe ich auch eine kleine Erläuterung geschrieben.

Neues Telegramm März 2012

In meinem Telegramm veröffentliche ich in regelmäßigen Abständen kurze Informationen zu den wichtigsten Themen der letzten Tage und Wochen aus dem Bundestag und meinem Dortmunder Wahlkreis und gebe einen Überblick über meine Arbeit.

Viel Spaß beim Lesen!