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Sozialwende! Besuch bei Sleep In – Übernachtungsstelle für Jugendliche

Durch alle sozialen Auffangbecken gefallen

Ein unscheinbares Haus am Körner Hellweg. Wir schauen uns um, sind wir hier richtig? Die Adresse stimmt. Wenn man es nicht weiß, dann läuft man an diesem Haus vorbei und geht davon aus, dass es ein ganz gewöhnliches Wohnhaus sei. Es gibt keine Schilder, keine Hinweise, die auf der Vorderseite des Hauses darauf hinweisen, dass hier obdachlose Jugendliche ein Bett und eine warme Mahlzeit erhalten können. So soll es auch sein.

Die Jugendlichen müssen das Haus morgens spätestens um 10 Uhr verlassen. Sie können aber abends wiederkommen. Es ist also leer, bis auf die Leiterin der Einrichtung und ein Mitarbeiter, die mir und meinem Team das Haus zeigen. Die Schlafräume sind neutral, aber sauber und mit den wichtigsten Gegenständen eingerichtet. Alle persönlichen Gegenstände sollen morgens von den Jugendlichen wieder mitgenommen werden, auch wenn sie wiederkommen wollen. Immer häufiger Weiterlesen

Sozialwende! Besuch bei Bahnhofsmission Dortmund

Helfer bei jeder Notlage

Wer kennt sie nicht? Die Männer und Frauen mit den blauen Westen am Hauptbahnhof Dortmund. Ob sie älteren Menschen und Rollstuhlfahrern helfen die Gleise zu wechseln oder ein offenes Ohr und weitere Beratung für am Bahnhof Gestrandete haben. Sie sind da, helfen und sind freundlich. Sie werden von den vielen offensichtlich Hilfebedürftigen Menschen am Hauptbahnhof erkannt, gegrüßt und geschätzt.

Aus den Geschichten, die mir die Mitarbeiter der Bahnhofsmission erzählen, wird deutlich, dass es jedem passieren kann, wegen persönlicher Schicksalsschläge abzustürzen, auf einmal nicht mehr klarzukommen. Es ist so wichtig, dass es Anlaufstellen wie die Bahnhofsmission gibt. Es ist „nur“ eine Anlaufstelle, aber es ist ein Rettungsanker, der nicht zu unterschätzen ist. Wie wichtig die Arbeit ist, spiegelt sich im Engagement der Leiterin der Dortmunder Bahnhofsmission wieder. Es ist viel mehr für sie als ein Job. Weiterlesen

Sozialwende! Besuch bei Gasthaus statt Bank

Beeindruckende Hilfe, beklemmender Alltag

Ein großer Raum im Erdgeschoss, direkt gegenüber des U-Turms. Morgens kurz vor 10 Uhr. Es ist rappelvoll, jeder Sitzplatz ist besetzt und die meisten Gäste konzentrieren sich auf ihr Essen. Man sieht ihnen an, wie wichtig die Mahlzeit für sie ist. Ein Stimmengewirr umgibt uns und fleißige Helfer teilen Tablett um Tablett mit Frühstück aus. Hier wird ein Grundbedürfnis des Menschen befriedigt, für uns selbstverständlich, für viele Wohnungslose ein Rettungsanker.

Wir treffen uns mit den beiden Menschen, die Kopf und Seele des Gasthauses sind: Werner Lauterborn, der erste Vorsitzende des Vereins und seine Tochter Katrin Lauterborn, die jetzt alles als eine Art Geschäftsführerin organisiert. Beide sprühen vor Tatkraft und gleich fällt auf, wie wichtig ihnen ihr Anliegen ist. Weiterlesen

Sozialwende jetzt!

Am gestrigen Welttag der sozialen Gerechtigkeit veröffentlichte der Dortmunder Bundestagsabgeordnete Marco Bülow ein umfangreiches Dossier zum Thema Ungleichheit. Er ist momentan in Dortmund auf „Sozialtour“. Dazu erklärt Marco Bülow: Es ist nicht hinnehmbar, dass in einem reichen Land wie Deutschland die Ungleichheit so groß ist.

Beispielsweise besitzen 10 Prozent der deutschen Haushalte über 60% des Vermögens, die untere Hälfte besitzt gerade einmal 1-3%. Damit weist Deutschland die höchste Vermögensungleichheit in der Eurozone auf. Die Mittelschicht schmilzt und die soziale Mobilität nimmt immer weiter ab. Heute gilt mehr als vor zwanzig Jahren: Wer einmal arm ist, bleibt es wahrscheinlich auch. Weiterlesen