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Tag der Armut: Wohnungslosigkeit in Dortmund bekämpfen

Kundgebung am UNO-Welttag der Armut, Donnerstag, 17. Oktober 2019 um 17 Uhr, Rathaustreppen Dortmund. Der Dortmunder Bundestagsabgeordnete Marco Bülow unterstützt die Initiative und bekräftigt seine Forderungen für eine soziale Quartierspolitik:

Die Ungleichheit ist auf einem Rekordstand – das bestätigte kürzlich der Verteilungsbericht des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI). Wir lesen die Berichte und sind erschüttert, vergessen dabei aber häufig, dass es hier um Menschen geht, die in einem der reichsten Länder der Erde in Armut leben müssen. Zum Welttag der Armut müssen wir daher auf diese ungeheuerliche Entwicklung auch konkret vor Ort aufmerksam machen. Ich unterstütze deshalb die Kundgebung
des Gast-Hauses, der Kana Suppenküche und der Suppenküche Wichern und bodo, damit die Situation der Wohnungslosen in Dortmund sich endlich verbessert.


Dortmund zählt aktuell 1.400 wohnungslose Menschen. Menschen, die auf der Straße leben müssen, weil es für sie keine bezahlbaren Wohnungen gibt. Die Stadt Dortmund möchte die Obdachlosenhilfe weiter ausbauen, doch es fehlt weiterhin an Ressourcen, etwa neuen Unterkünften.

Im Rahmen meiner Sozialtour habe ich einige dieser Einrichtungen besucht und bin ein großer Unterstützer ihrer Arbeit. In meinem Papier „Sozialwende jetzt!“ forderte ich bereits: “die integrative Kraft der Städte, Gemeinden und Quartiere zu nutzen und auf allen Ebenen zu fördern. Ein Ziel sozialer Quartierspolitik besteht darin, allen Menschen den Zugang zu den wichtigen Einrichtungen des täglichen Lebens zu ermöglichen, um sie in ihrem Alltag bestmöglich zu unterstützen.“ 


Für den Winter stelle ich diese vier Forderungen an die Stadt Dortmund auf:
•Keine Vertreibung – für das Recht auf Teilhabe am öffentlichen Leben
•Öffnung von geschützten, trockenen öffentlichen Räumen bei Minustemperaturen
•Unterbringung nach den Bedürfnissen der Betroffenen
•Bezahlbaren Wohnraum schaffen

Armut bekämpfen

1992 erklärten die Vereinten Nationen den 17. Oktober zum Tag für die Beseitigung der Armut. Bereits seit 1987 wird dieser Tag von NGOs in vielen Ländern der Überwindung der weltweiten Armut gewidmet.

Marco Bülow erklärt zum internationalen Tag zur Beseitigung der Armut:

Immer noch leben weltweit viele Menschen in extremer Armut und das Vermögen ist immer ungleicher verteilt. Die Zahl der Superreichen steigt und die Schere wird immer größer.

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Bericht zur Diskussionsveranstaltung am 07.05.2018 in Dortmund

Im Rahmen meiner Sozialtour organisierte ich für den 07.05.2018 eine größere Veranstaltung zum Thema „Armes Deutschland – Wie kann ein so reiches Land so viel Armut zulassen?“ in meinem Wahlkreis in Dortmund, zu der 70 Gäste erschienen. Zu Wort kamen unter anderem Katrin Lauterborn vom Gast-Haus statt Bank sowie Ursula Wierling von der KANA Suppenküche, die von ihren Erfahrungen aus der Praxis berichteten.

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Schieflage im System

Die Nachricht über die Boni bei der Deutschen Bank zeigt deutlich die Schieflage im System: oben und unten driften immer weiter auseinander. Diese Unverhältnismäßigkeit muss sich endlich auflösen.

Sozialwende! Besuch bei der Frauenberatungsstelle

Frauen in Not

Aufgeräumt und fast schon nüchtern wirken die Räume der Frauenberatungsstelle in Dortmund. Aber so sollen die Räume auch sein, sie sollen den Frauen, die hier hinkommen, Raum für ihre Anliegen geben. Umso freundlicher sind die beiden Mitarbeiterinnen Frau Ebbers und Frau Breuer, die einem sofort das Gefühl geben, offen sprechen zu können und willkommen zu sein. Die Frauen, die hier hinkommen, haben meist traumatische Erfahrungen gemacht und suchen Hilfe, um diese aufarbeiten zu können und sich eine neue Perspektive zu schaffen.

Recht schnell kommen wir bei dem Gespräch aber auch auf die soziale Situation von Frauen, wie beispielsweise die Situation Alleinerziehender, dem mangelnden sozialen Wohnraum und die ungleiche Bezahlung von Frauen.

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Weihnachtsbotschaft: Ungleichheit in Deutschland so groß wie vor 100 Jahren!

Frohe Weihnachten! Trotz stabiler Wirtschaftsentwicklung gibt es aber nicht nur frohe Botschaften. Denn nur die oberen 30 Prozent können sich über ihren Anteil am Wohlstandswachstum freuen. Die Mittelschicht schrumpft kontinuierlich und die Armut wächst. Die am Markt erzielten Einkommen sind so ungleich verteilt wie vor 100 Jahren, hat eine Forschergruppe um Thomas Piketty nun ermittelt. Die Paradise Papers zeigen darüber hinaus, dass vor allem die Reichsten ihr Geld nicht im Land investieren, sondern vor allem in Steueroasen parken.

Laut Manager Magazin verdienten die DAX-Manager in 2016 gleich 50 Mal so viel wie ihre Mitarbeiter. Die relative Armutsquote steigt dagegen seit zehn Jahren, was bedeutet, dass die Gesellschaft immer weiter auseinanderdriftet. Bei der Vermögensverteilung ist Deutschland europaweit immer noch das ungleichste Land. Die Vermögendsten 10 Prozent besitzen über 60 Prozent des Vermögens, während die ärmere Hälfte der Deutschen sich gerade einmal 1-3 Prozent teilen muss.

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Drastischer Anstieg von Wohnungslosigkeit

Die Verknappung von Wohnraum ist schon länger zu beobachten. Laut Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe ist die Zahl der Wohnungslosen 2016 gegenüber 2014 um 150 Prozent auf 860.000 Menschen gestiegen, 52.000 davon leben auf der Straße. In Dortmund sind fast 700 Menschen dauerhaft obdachlos. Hierzu erklärt der Dortmunder Bundestagsabgeordnete Marco Bülow:

Viel zu lange hat die Politik die Themen Armutsbekämpfung und bezahlbares Wohnen vernachlässigt. Die Folgen sind mittlerweile deutlich spürbar. Allein in Dortmund hat die Zahl der Obdachlosen in einem Jahr um ca. 50 Prozent zugenommen. Eine so wohlhabende Gesellschaft darf nicht zulassen, dass demnächst über eine Million Menschen in Deutschland keine Wohnung haben. Deswegen muss es jetzt einen radikalen Wandel geben. Die Ärmsten müssen mehr in den Mittelpunkt der Politik rücken und Wohnungspolitik muss zur Chefsache gemacht werden. Ich erwarte von der neuen Regierung in den nächsten Monaten einen Plan mit konkreten Sofortmaßnahmen. Weiterlesen

Mieterinteressen oder Unternehmensprofit?

Nach dem Verkauf vieler kommunaler Wohnungsbauunternehmen an große Investoren steigen die Mieten gerade in Dortmund nach Modernisierungen extrem stark an. Hierzu erklärt der Dortmunder SPD-Bundestagsabgeordnete Marco Bülow:

Im Ruhrgebiet kann man derzeit an vielen Stellen feststellen, dass der Verkauf von kommunalen Wohnungsbauunternehmen an finanzstarke, private Investoren, ein großer Fehler war. Dies spüren u.a. die Mieterinnen und Mieter der von der ehemaligen CDU-FDP-Landesregierung in NRW privatisierten LEG deutlich. Die damals vertraglich festgelegte Sozialcharta läuft bereits im nächsten Jahr aus. Modernisierungen werden genutzt, um deutlich höhere Mieten zu verlangen.

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Bülow unterstützt Einsatz des Bündnis Reichtum Umverteilen für mehr soziale Gerechtigkeit

Am 16.09.2017 findet der bundesweite Aktionstag des Bündnis Reichtum Umverteilen statt. Hierzu erklärt der SPD-Bundestagsabgeordnete Marco Bülow:

Mit dem Bündnis Reichtum Umverteilen habe ich mich selbst in intensiven Gesprächen über die wachsende Ungleichheit und das Auseinanderdriften von Arm und Reich ausgetauscht. Es ist wichtig und richtig, dass das Bündnis auf die sozialen Nöte und Ungerechtigkeiten dieser Zeit hinweist. So hoch wie heute war die Armutsrisikoquote in Deutschland noch nie, immer mehr driftet die Gesellschaft auseinander. Eine echte Sozialwende ist dringend geboten, um dem Trend der sich manifestierenden Strukturen entgegen zu wirken. Ich unterstütze zahlreiche Forderungen des Bündnisses, darunter insbesondere die steuerpolitischen Vorschläge

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Martin Schulz in Dortmund: Mehr Investitionen!

Auf unsere Einladung hin, kam der SPD-Kanzlerkandidat und SPD-Bundesvorsitzender Martin Schulz nach Dortmund. Zusammen mit meiner Kollegin Sabine Poschmann haben wir eine Kita in der Nordstadt besucht, die in direkter Nachbarschaft zu meiner ehemaligen Schule steht.  Spontan hat sich Martin Schulz dann noch Zeit genommen, über den Markt in der Innenstadt mit uns zu laufen und mit den Menschen zu sprechen. Erneut bestätigt sich mein Bild, dass Martin Schulz bodenständig und authentisch ist. Er will die Dinge anpacken und nicht verwalten.

Ich selbst bin immer wieder beeindruckt von der Arbeit die im Kindergarten geleistet wird. Die AWO-Kindertagesstätte an der Burgholzstraße tut dies im besonderen Maße. Es zeigt sich aber immer wieder auch, dass es weiterhin einen deutlichen Investitionsbedarf und Handlungsbedarf gerade bei solchen Einrichtungen, aber auch Schulen und anderen sozialen Einrichtungen gibt. Dies habe ich ja auch bei meiner Sozialtour in Dortmund immer wieder beschrieben.

 

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