Marco Bülow diskutiert bei der AWO über Würde am Arbeitsplatz

Die AWO Dortmund lud Ende Januar zu der Veranstaltung Arbeit.Würde.Arbeitsmigration ein. Gemeinsam mit dem DGB-Vorsitzenden Reiner Hoffmann, dem Soziologen Prof. Dr. Willi Pöhler, der Dortmunder DGB-Vorsitzenden Jutta Reiter, sowie mit Vertretern der AWO, weiteren Experten und dem Publikum diskutierte ich als einer der Podiumsteilnehmer über das Thema Menschenwürdige Arbeit.

Der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann sprach sich auf der Veranstaltung für ein klares Bekenntnis zu einer ethischen Verantwortung für alle Menschen mit einem prekären Beschäftigungsverhältnis aus. Dem kann ich mich vor dem Hintergrund der sich verschärfenden Ungleichheit in Deutschland nur anschließen. Mit der Zunahme von prekären Arbeitsverhältnissen wachsen Unsicherheit, Leistungsdruck, Armut und die Angst um den Verlust des Arbeitsplatzes. Gerade in diesen Beschäftigungsverhältnissen ist es schwer Selbstbewusstsein in seinem Beruf aufzubauen und von Würde am Arbeitsplatz zu sprechen.

Wichtig ist, dass wir als SPD weiter für eine würdevolle und ehrlich entlohnte Arbeit streiten. Der Mindestlohn war ein erster Schritt auf diesem Weg. Es muss aber weiter gehen, denn würdevolle Arbeit bedeutet auch sichere Vertragsverhältnisse für eine planbare Zukunft.

Würde am Arbeitsplatz kennt kein Geschlecht, keine Herkunft, keine Religion und keine Hautfarbe. Sie gilt für jeden und überall. Sie steht allen Menschen zu.

Die Veranstaltung war eingebettet in die Ausstellung Onkel Hasan und die Generation der Enkel. Die Ausstellung handelt davon, wie Dortmund über Generationen eine durch Einwanderung mitgeprägte Stadt wurde. Die Ausstellung kann noch bis zum 28.02.2016 besucht werden. Im Hoesch-Museum steht die Generation der angeworbenen Arbeitsmigranten der 60er und 70er Jahre im Zentrum. Im Haus der Vielfalt geht es um die Generation der Enkel.

Ich begrüße die nun von der Dortmunder AWO gestartete bürgerschaftliche Initiative Würdevoll arbeiten und leben in Dortmund und unterstütze sie bei weiteren Veranstaltungen und Maßnahmen. Ich möchte mich auch bei der AWO bedanken, dass sie dieses gesellschaftlich wichtige Thema besetzt und dafür wirbt, uns weiterhin gemeinsam für eine würdevolle Arbeit zu engagieren.

Weitere Infos zu diesem Thema hier: http://www.awo-dortmund.de/mastercms5/templates/index.php5?Select_id=70201371-140e-7d76-d7b1-ec0ca985f828&mid=e7491ed6-d5da-7d2d-6375-dea29371ced8&oldyear=