Solidarität mit den Kolleginnen und Kollegen bei ThyssenKrupp

Die Stahlhersteller ThyssenKrupp und Tata haben bekannt gegeben, ihre europäischen Geschäfte zu fusionieren und Personal abzubauen. Auch Dortmund könnte davon betroffen sein. Hierzu erklärt der Dortmunder SPD-Bundestagsabgeordnete:

Ich stehe solidarisch an der Seite der Kolleginnen und Kollegen bei ThyssenKrupp und unterstütze die Forderungen des Betriebsrates. Eine Fusion mit Tata sehe ich sehr kritisch. Es ist unverständlich, dass der Betriebsrat und die Belegschaft nicht in die Verhandlungen einbezogen worden sind.

Der Zusammenschluss der Stahlsparten von ThyssenKrupp und Tata darf nicht zu einem massiven Beschäftigungsabbau führen. Das wäre für NRW, für das Ruhrgebiet und für Dortmund ein schwerer Schlag.

Es muss Garantien für die Beschäftigten geben. In Dortmund arbeiten 1.300 Mitarbeiter auf der Westfalenhütte. Das Dortmunder Werk von ThyssenKrupp Steel ist voll ausgelastet: Hier werden vor allem Bleche für Daimler, VW und BMW produziert. Es wäre nicht zu verstehen, wenn dort ein Stellenabbau stattfindet. Bei den Stahl-Arbeiterinnen und -arbeitern von ThyssenKrupp in Dortmund darf es auch bis 2020 keine betriebsbedingten Kündigungen geben.

Ich befürchte, dass es bei der Fusion nicht bei dem angekündigten Abbau von rund 2.000 Stellen bei ThyssenKrupp in Deutschland bleiben wird. Am Ende könnten ihr sogar noch mehr Arbeitsplätze zum Opfer fallen. Deshalb muss die Belegschaft unbedingt bei den weiteren Schritten miteinbezogen werden. Zudem dürfen die Werke auch nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Ich rufe dazu auf, am Freitag an der Demo in Bochum teilzunehmen. Ich werde selber zur Großkundgebung der IG Metall nach Bochum fahren und auch dort meine Solidarität zeigen.