Sozialwende! Besuch bei Bahnhofsmission Dortmund

Helfer bei jeder Notlage

Wer kennt sie nicht? Die Männer und Frauen mit den blauen Westen am Hauptbahnhof Dortmund. Ob sie älteren Menschen und Rollstuhlfahrern helfen die Gleise zu wechseln oder ein offenes Ohr und weitere Beratung für am Bahnhof Gestrandete haben. Sie sind da, helfen und sind freundlich. Sie werden von den vielen offensichtlich Hilfebedürftigen Menschen am Hauptbahnhof erkannt, gegrüßt und geschätzt.

Aus den Geschichten, die mir die Mitarbeiter der Bahnhofsmission erzählen, wird deutlich, dass es jedem passieren kann, wegen persönlicher Schicksalsschläge abzustürzen, auf einmal nicht mehr klarzukommen. Es ist so wichtig, dass es Anlaufstellen wie die Bahnhofsmission gibt. Es ist „nur“ eine Anlaufstelle, aber es ist ein Rettungsanker, der nicht zu unterschätzen ist. Wie wichtig die Arbeit ist, spiegelt sich im Engagement der Leiterin der Dortmunder Bahnhofsmission wieder. Es ist viel mehr für sie als ein Job.

Wie ist die Bahnhofsmission organisiert?

Swetlana Berg und Karin Stutenz, Mitarbeiterinnen der Dortmunder Bahnhofsmission, berichteten mir über ihre Arbeit und gaben einen Überblick wie die Bahnhofsmission organisiert ist. Seit etwa 117 Jahren existiert das Konzept der Bahnhofsmissionen und sogar heute werden in einzelnen Städten, wie beispielsweise vor kurzem in Lage neue Bahnhofsmissionen eingerichtet. Und es wird daran gearbeitet eine in Dresden aufzumachen. Die Zielgruppen und die Arbeit der Bahnhofsmission haben sich in den letzten Jahren immer wieder geändert. Das Motto der Arbeit blieb jedoch immer gleich: Hilfe zur Selbsthilfe. Zwei Festangestellte und etwa 30 ehrenamtliche Helfer betreuen und unterstützen die Besucher.

Die konkreten Angebote der Bahnhofsmission:
  • Unterstützung von Reisenden, beispielsweise mit Auskünften und Unterstützung bei der Verständigung
  • Begleitung beim Ein-, Aus- und Umsteigen
  • Alleinreisende Kinder zum Zug bringen und begleiten
  • Die Bahnhofmission hilft auch, wenn jemand etwas vermisst, bestohlen wurde oder krank ist

Für mich war beim Besuch der Mission von besonderem Interesse, deren Hilfe bei existenziellen Notlagen, zumal die Nachfrage in diesem Bereich in den letzten Jahren zugenommen hat. So helfen sie Süchtigen, Selbstmordgefährdeten, Armen und psychisch kranken Menschen. Sie hören zu und leiten die Betroffenen an die zuständigen Fachstellen weiter. Aber immer unter der Überschrift, dass die Hilfesuchenden selbst entscheiden, was sie preisgeben und welche Hilfe sie in Anspruch nehmen wollen.

Wünsche:

Der Verein wünscht sich eine Verstetigung der finanziellen Unterstützung. Spenden sind also jederzeit willkommen und auch nötig.

Kontakt:

www.bahnhofsmission-dortmund.de

Dortmund Hauptbahnhof Gleis 2-5

Königswall 15

44137 Dortmund

Tel. 0231 14 15 92

Fax 0231 16 55 847

E-Mail: dortmund@bahnhofsmission.de